Übung „Chlorgasunfall“ am GTO

Gemeinsame Übung der DRK Kreisverbände Buchen und Mosbach, der Freiwilligen Feuerwehr Osterburken, der Gruppe Psychosoziale Notfallversorgung des Neckar-Odenwald-Kreises und des THW

(pm)
Bei schönstem Wochenend-Wetter wurde am vergangenen Samstag, um 14:00 Uhr, Großalarm für die FFW Osterburken, den Rettungsdienst und die DRK Helfer-vor-Ort Gruppe Osterburken ausgelöst. Bei Eintreffen der ersten Helfer zeigte sich ein Szenario mit einer unklaren Anzahl Verletzter nach einem Chemikalienunfall in den Versorgungsräumen der Schwimmhalle des GTO Osterburken. Die Kräfte der Feuerwehr Osterburken brachten immer mehr Verletzte aus dem Gefahrenbereich ins Freie. Zum Glück war es in diesem Fall nur eine Großübung im Rahmen des Übungswochenendes des THW im Neckar-Odenwald-Kreis, dennoch wurde die Schadenslage mit allem notwendigen Ernst abgearbeitet.

Nach der Feststellung der ersteintreffenden DRK-Kräfte, die sich einen Überbklick über die Lage verschaffen mussten, dass es sich in diesem Fall um eine Großschadenslage mit mehr als zehn Verletzten handelte, wurde gemäß des Konzeptes für Massenanfälle von Verletzten im Neckar-Odenwald-Kreis (MANV) ein zweiter Alarm für die Katastrophenschutz-Einheiten aus Buchen und Mosbach ausgelöst. Ebenso wurden Helfer alarmiert, weitere Rettungs- und Krankenwagen zu besetzen um die Verletzen in umliegende Krankenhäuser zu transportieren. Zusätzlich wurde der Einsatzleitwagen des DRK Mosbach eingesetzt, der vor Ort den gesamten Funkverkehr abwickelte und die Voranmeldungen in den Zielkliniken übernahm. Diese Maßnahme trägt zur Entlastung der regulären Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Mosbach bei. Auch Helfer der Gruppe Psychosoziale Notfallversorgung des Neckar-Odenwald-Kreises wurden an die Einsatzstelle gerufen.

Während durch den Leitenden Notarzt eine erste Sichtung der Verletzten, die sich außerhalb des Gefahrenbereichs befanden, erfolgte, begannen die Kräfte des Rettungsdienstes mit Unterstützung der Helfer-vor-Ort-Gruppe Osterburken mit dem Aufbau und Betrieb der Verletzenablage. Dort wurden die Verletzten bereits erstversorgt. Nach Eintreffen der Einsatzeinheiten aus Buchen und Mosbach wurde damit begonnen, den Behandlungsplatz aufzubauen. Der Behandlungsplatz besteht aus dem Sichtungszelt, in dem alle Verletzten nochmals durch einen Notarzt gesichtet und ihrer Behandlungspriorität zugewiesen werden, drei großen Zelten getrennt nach Behandlungspriorität und dem Ausgangszelt, in dem die Patienten an die abtransportierenden Rettungsfahrzeuge übergeben werden. Das DRK-Kreisauskunftsbüro aus Buchen war ebenfalls alarmiert und richtete in den Räumen des GTO eine zentrale Anlaufstelle ein. Durch das Kreisauskunftsbüro wurde eine zentrale Nachweisung der Verletzten und ihrer Transportziele erstellt sowie alle eingesetzten Kräfte registriert. Parallel dazu richtete die Betreuungskompontente der Einsatzeinheit aus Buchen eine Verpflegungsstelle für die Einsatzkräfte ein, an der sich die eingesetzten Helfer aller Organisationen mit Getränken versorgen konnten. Das ebenfalls anwesende THW kümmerte sich um die gesamte Stromversorgung des Einsatzortes, verlegte viele Meter Kabel und stellte Verteiler auf.

Ein Überblick über die Schlagkraft der DRK-Einsatzstrukturen im Neckar-Odenwald-Kreis machten sich Vertreter der Lokalpolitik, des THW und anderer Hilforganistationen, darunter der erste Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih, Bürgermeister Jürgen Galm aus Osterburken, Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr und der stellvertretende Kreisbrandmeister Link.

Unterstützt wurde die Übung durch Reservisten der Bundeswehr, die einen Großteil der Mimen stellte und durch das Schminkteam des DRK-Jugendrotkreuz Kreisverband Buchen.

Nach Abschluss der Übung konnte die Übungsleitung mit Stolz feststellen, dass das Szenario erfolgreich und zur Zufriedenheit abgewickelt worden ist. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dazu genutzt, Abläufe noch besser zu gestalten und die Zusammenarbeit der einzelnen Gruppierungen noch weiter zu verbessern. Insgesamt waren seitens des DRK an der Übung rund 90 Helfer mit 25 Fahrzeugen beteiligt.


(Foto: pm)

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