Neckarsulm: Förderung des Radverkehrs

Gemeinderat entscheidet gegen Mitgliedschaft in Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen
(snp) Die Stadt Neckarsulm will das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel stärker ins Bewusstsein rücken, jedoch nicht als Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V.“ (AGFK-BW). Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich gegen eine Mitgliedschaft aus, die auch von der Verwaltung nicht befürwortet wurde. Stattdessen setzt die Stadt auf eigene Themen und Projekte, um für das Fahrradfahren zu werben. So nimmt die Stadt erstmals an der bundesweiten Aktion Stadtradeln des Vereins Klima-Bündnis teil. Im Zeitraum vom 12. Juni bis 2. Juli sind Vereine, Unternehmen, Schulklassen und interessierte Bürger aufgerufen, möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen.

Einer Anregung aus der Mitte des Gemeinderates folgend, hatte die Verwaltung die Erfordernisse einer Mitgliedschaft in der AGFK-BW geprüft und mit Mitgliedskommunen Kontakt aufgenommen. Die AGFK hat sich die systematische Förderung des Fahrradverkehrs in den Städten, Gemeinden und Landkreisen in Baden-Württemberg zum Ziel gesetzt. Sie veranstaltet Aktionen und Projekte zur Förderung des Fahrradverkehrs, an denen sich die Mitgliedskommunen beteiligen können. Besonders engagierte Mitgliedskommunen können die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ erhalten. Dies setzt jedoch große personelle und finanzielle Anstrengungen sowie bauliche Maßnahmen voraus. Von den 52 Mitgliedskommunen (Stand: Oktober 2015) wurden erst sechs als fahrradfreundliche Kommune auszeichnet.

Wie die Recherche bei Mitgliedskommunen ergab, ist für eine ernsthafte und erfolgreiche Mitarbeit ein Personalbedarf von mindestens 20 bis 30 Prozent einer Vollzeitstelle erforderlich. Hinzu kommt ein Mitgliedsbeitrag von 2000 Euro im Jahr. Gegen die Mitgliedschaft sprach aus Sicht der Verwaltung auch, dass die angebotenen Projekte nur eingeschränkt für die Stadt geeignet sind. So ist es zum Beispiel kaum möglich, in Neckarsulm separate Fahrradstraßen einzurichten.
Für Radfahrer gibt es in Neckarsulm sowohl kombinierte Geh- und Radwege als auch separate Radwege, die baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Ein Radwegekonzept, das von der Arbeitsgruppe „Radverkehr“ für die Gesamtstadt erarbeitet wurde, weist die optimalen Fahrradrouten im bestehenden Verkehrsnetz aus. Dementsprechend wurde die Beschilderung angepasst, um Radfahrer auf geeignete und sichere Routen zu leiten.

Darüber hinaus hat die Stadt den Schulwegeplan, der 2013 in Absprache mit den Schulleitungen für alle Schulen aufgelegt wurde, um empfohlene Radwege ergänzt. Zudem veranstaltet die Polizei an den Schulen regelmäßig Sicherheitsaktionen und Fahrradchecks für Rad fahrende Schüler.

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