Verdiente Klinge-Mitarbeiter ausgezeichnet

 Seckach/Klinge. (lm) Ehrungen langjähriger und verdienter Mitarbeiter sowie die Verleihung der Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille an Hannelore Straub standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Festaktes zu Beginn des traditionellen Klingefestes. Dem Anlass entsprechend hatten sich Bernhardsaal zahlreiche Gäste, Mitarbeiter und Klingebewohner eingefunden, die nach einer musikalischen Einführung durch Philomenia Karlin (Violine) und Nikola Irmai-Koppányi (Klavier) von der Musikschule Bauland durch den Dorfleiter Georg Parstorfer herzlich begrüßt wurden. Für eine kurzweilige Auflockerung des Festaktes sorgten weiter die Kindergruppe unter der Leitung von Frau Keppler, Sven Behrendt mit der Selbstkomposition „Lebe den Moment“ und das gemeinsam gesungene Klingelied mit Saxophonbegleitung durch Martin Parstorfer. Ein besonderer Willkommensgruß des Klingeleiters galt u.a. Bürgermeister Thomas Ludwig, Pfarrer Kurt Wolf als Vertreter der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach, dem 1. Vorsitzenden des Kinder- und Jugenddorfes Klinge Dr. Johann Cassar mit dem stv. Vorstand und Ehrenbürger der Gemeinde Seckach Ekkehard Brand, dem Fachgebietsleiter Soziale Dienste Hr. Kuhl-Bartholomeyzik sowie Beiräten und Mitgliedern des Führungskreises.

Erfreut zeigte sich Georg Parstorfer auch über die Anwesenheit einiger Ehemaligen, Vertreter der Mitarbeiterführung und natürlich über die Kinder und Jugendlichen der Klinge. Dem Dorfleiter und Dieter Gronbach als Geschäftsführer der Verwaltung oblag es im Anschluss, Dienstjubilare für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Klinge auszuzeichnen: (10 Jahre) Sabine Barker, Sandra Götzinger und Simone Weinlein. (15 Jahre) Olga Albrecht, Harald Baur, Barbara Ehrmann, Margot Frank, Nadine Fritz, Markus Heiß, Ursula Horn, Michael Öhlschläger, Marion Pieper, Anna Schmid und Elke Weidner. (20 Jahre) Kerstin Blank, Georg Gremminger und Anna-Rosa Knecht. (25 Jahre) Thomas Eller, Stefanie Ihrig-Siebert, Beate Kling, Martin Stich, Birgit Wagner und Thomas Wagner. (30 Jahre) Antje Fröhlich-Schmitt und Christiane Slowik-Müller. (35 Jahre) Maria Helmle und seit 45 Jahren ist Hannelore Mesewinkel in der Klinge beschäftigt. Die Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille verlieh der 1. Vorsitzende des Vorstandes des Kinder- und Jugenddorfes Dr. Johann Cassar in Würdigung ihrer großen Verdienste um die Klinge an Hannelore Straub, die gleich nach Gründung des Kinder- und Jugenddorfes angefangen hatte, für die Kinder Kleidung, Spielsachen u.v.m. zu sammeln. „Es gibt viel not auf der Welt, aber viele Möglichkeiten, ihr zu begegnen“ zitierte Cassar und ergänzte seinen Dank an Hannelore Streib mit der Aussage: „Sie haben das Leben der Kinder hier über Jahrzehnte bereichert“. Wie Dr. Cassar weiter betonte, sei diese besondere Auszeichnung mit der von Prof. Klaus Ringwald kreierten Heinrich-Magnani-Verdienstmedaille auf Vorschlag von Karl Gremminger erfolgt, der leider schon verstorben sei.

Vor der Selbstkomposition „Lebe den Moment“ von Sven Behrendt wurde mit Jan Hiebert (1. Vorsitzender), René Hauk, Cengiz Petrusan, Nicole Steiger und Cheyenne Haddad der aktuelle Kinder- und Jugendrat des Klingedorfes durch Georg Parstorfer vorgestellt und gewürdigt, ebenso wie die gewählten Vertrauenserzieherinnen Kaufmann, Vedernikov und Schork, die ihm zur Seite stehen. Als mustergültiges Spiegelbild vom Werden und Sein des Kinder- und Jugenddorfes als –besonderen Ort- bezeichnete Bürgermeister Thomas Ludwig die bis weit über die Regionalgrenzen hinaus bekannte und anerkannte Einrichtung mit ihren Kindern, Jugendlichen, Hausgemeinschaften und Mitarbeitern. Die Klinge sei in Bezug auf die innere Einstellung und Geisteshaltung ein Gesamtkunstwerk, welches weit über diesen nüchternen Arbeitsauftrag hinausrage und auch für das soziale Miteinander der Gesellschaft wertvolle Akzente setze.

Als kirchliche Einrichtung der Caritas vor 65 Jahren gegründet, erfolgte die Umwandlung in einen religiös und weltanschaulich neutralen eingetragenen Verein. „Das christliche Menschenbild und die christliche Werteordnung stellen jedoch bis heute die wichtigste Grundlage des Erziehungsauftrages dar und geben der Einrichtung damit ein besonderes Gepräge“, betonte der Bürgermeister. Er erinnerte weiter daran, dass die Seckacher Klinge auch heute noch für viele politisch verfolgte Menschen Zufluchtsort sei. Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie Familien mit Kindern gewähre die Klinge nun schon seit zwei Jahren Unterschlupf und gebe diesen vom Schicksal schwer gebeutelten Menschen Sicherheit, Geborgenheit und neue Hoffnung für eine bessere Zukunft. Nach dem offiziellen Festakt traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen in der Gaststätte St. Benedikt.

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(Foto: Liane Merkle)

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