„Mein Schutzengel“ hat sich bewährt

Verantwortliche zogen Bilanz: Das Projekt „Mein Schutzengel“ in der Gemeinde Aglasterhausen hat sich bewährt – Auch in Walldürn und Haßmersheim umgesetzt

 Aglasterhausen. Die einen glauben daran, die anderen nicht, in der Gemeinde Aglasterhausen ist er seit mehr als einem Jahr überall präsent: Der Schutzengel. Im Falle von Aglasterhausen hängt dieser an zwölf Geschäften und Einrichtungen und symbolisiert Kindern, dass sie dort in Not- oder Problemsituationen Hilfe erhalten. Entwickelt und auf den Weg gebracht wurde das entsprechende Projekt “Mein Schutzengel“ von der Beratungsstelle für Kinderschutz beim Landratsamt, vom Kinderschutzbund, dem Förderverein Kommunale Kriminalprävention, der Polizei, der Johannes-Diakonie, dem Kinder- und Jugenddorf Klinge sowie der Großen Kreisstadt Mosbach. Da die Gemeinde im Kleinen Odenwald die erste war, die das Projekt ab Ende 2014 umgesetzt hat, zogen die Verantwortlichen beim Landratsamt dort nun Bilanz.

Werbung

Ziel des Projektes ist es, die Verantwortung der Bürger zu stärken und Kindern Mut zu machen. Dabei ist den Initiatoren wichtig, Kinder bei alltäglichen Problemsituationen und auch Gefahren ernst zu nehmen und ihnen Hilfe im unmittelbaren Umfeld anzubieten. Im Rahmen der Evaluation des Projektes besuchten Melanie Brauch (Gemeinde Aglasterhausen) und Tim Ludwig (Landratsamt) die inzwischen gut etablierten Anlaufstellen. Die Rückmeldungen waren insgesamt sehr positiv, das Projekt wird von den teilnehmenden Geschäften durchweg als sehr gut bewertet. Wenngleich die Bereitschaft zur Unterstützung der Mitmenschen und zum bürgerschaftlichen Engagement bereits vor Einführung des Projektes sehr groß war, so die Gewerbetreibenden, werde durch den Schutzengel nochmals ein Zeichen für die Kinder gesetzt, sich in der Gemeinde sicher fühlen zu können.

Besonders wichtig ist den Verantwortlichen der präventive Charakter des Projektes. Es gehe darum, Kinder zu befähigen, schwierige und gefährliche Situationen zu erkennen und einzuschätzen. Vor diesem Hintergrund besuchte das Referat Prävention der Polizeiaußenstelle Mosbach die 3. und 4. Klassen in Aglasterhausen. Erklärt wurden dort nicht nur die Anlaufstellen des Schutzengels, sondern auch die Kindernotfallkarte, ein seit Jahren etabliertes Präventionsprojekt der Polizei. Die Rückmeldungen der Schulen in Aglasterhausen und Daudenzell bestätigten die Stimmigkeit des Konzeptes und die Wirksamkeit der Schulungen. Das Projekt, dessen Inhalte und Ziele sowie die entsprechenden Anlaufstellen seien bei den Kindern sehr präsent.

Aufgrund der guten Erfahrungen sind inzwischen die Stadt Walldürn und die Gemeinde Haßmersheim dem Vorbild von Aglasterhausen gefolgt und haben das Projekt ebenfalls etabliert. In beiden Kommunen stehen inzwischen insgesamt über 30 Anlaufstellen zur Verfügung. Umgesetzt werden kann das Projekt im Prinzip in jeder Kommune im Neckar-Odenwald-Kreis. Fragen hierzu beantwortet Tim Ludwig von der Beratungsstelle für Kinderschutz, erreichbar unter 06261/84-2077 oder per Mail an bfk@neckar-odenwald-kreis.de.

 

Schutzengel Logo

Überall in Aglasterhausen präsent: Das Logo des Projekts “Mein Schutzengel“. (Grafik: Landratsamt)

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: