FDP trifft sich zur Wahlnachlese

Kritik am Koalitionsvertrag

 Mosbach. (pm) Im Mosbacher Amtsstüble trafen sich die Mitglieder der FDP Neckar-Odenwald zur Nachlese der Landtagswahl. Es gab guten Grund zur Freude: Von 3,4% auf 7,0% hat sich das FDP-Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl mehr als verdoppelt.

„Das ist ein großer Ansporn für unsere weitere Arbeit im Neckar-Odenwald“, erklärte der Kreisvorsitzende Achim Walter. „Mit einer frischen Kampagne, einem jungen Kandidaten und Präsenz in der Fläche konnten wir viele Menschen überzeugen.“ Auf dem wachsenden Zuspruch in allen Gemeinden des Neckar-Odenwalds können die Freien Demokraten aufbauen.

Der Landtagskandidat Dr. Jens Brandenburg freute sich über das große Vertrauen der Wähler und bedankte sich für die Unterstützung im Wahlkampf. Enttäuscht zeigte er sich vom Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung: „Ob in der Schulpolitik, beim Jagdgesetz oder zum Windkraftausbau – die CDU hat sich auf fast allen Politikfeldern über den Tisch ziehen lassen. Der Neckar-Odenwald ist dringend auf die versprochenen Nachbesserungen bei der Polizeireform angewiesen. Stattdessen hat sich die Union für ein paar Pöstchen mit einem laschen Prüfauftrag abspeisen lassen.“ Mit 12 Landtagsabgeordneten werde die neue FDP-Fraktion den ländlichen Raum noch stärker in den Fokus rücken.

Einige Mitglieder betonten, die Partei habe mit Bildung, Wirtschaft und Infrastruktur die richtigen Themen gesetzt. Populistischen Stimmungsmachern wollen die Mitglieder mit praxisorientierten Lösungen begegnen. Die hohe Wahlbeteiligung sei der beste Beweis, dass die Demokratie funktioniere.

Zum Abschluss wählten die Mitglieder drei Delegierte des Kreisverbands zur Landesvertreterversammlung. Achim Walter, Ulrike Quoos und Wolfgang Heidl werden im November mit entscheiden, mit welcher Kandidatenliste die Freien Demokraten in den Bundestagswahlkampf 2017 ziehen wird.

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