Mosbach zu Gast in Italien:

Partnerschaftsurkunde wurde unterzeichnet
 
  (pm) Einen herzlichen Empfang erfuhr die Mosbacher Delegation mit Oberbürgermeister Michael Jann, Bürgermeister Michael Keilbach sowie den Vertretern der Stadtratsfraktionen anlässlich ihres Besuches in der italienischen Stadt Rosolina. Anlass hierfür war die offizielle Gegenunterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen den beiden Städten, nachdem bereits im April der erste Teil der Feierlichkeiten in Mosbach stattfand.
 
 Rosolina war mit Unterstützung des Städtetages Baden-Württemberg schon längere Zeit auf der Suche nach einer süddeutschen Partnerstadt und stieß damit in Mosbach auf Interesse. Die ersten gegenseitigen Kontakte der offiziellen Delegationen fanden in 2014 statt. Es folgten die formalen Beschlüsse in den jeweiligen Gremien, die den Grundstein für die Begründung der Städtepartnerschaft legten.
 
 Zum Beginn des Festaktes in der zum Auditorium Sant’Antonio umgebauten Kirche waren alle Plätze belegt. Moderator Michele Grossato begrüßte die Festgesellschaft und führte auch durch das Programm. Der ehemalige DHBW-Rektor Dirk Saller und seine Ehefrau Sara übernahmen dankenswerterweise die Übersetzung ins Deutsche. Ein herzliches „Willkommen in der Stadt Rosolina“ überbrachten rund zwei Dutzend Schülerinnen und Schüler der örtlichen Mittelschule. Sie hatten eigens für die Feierlichkeiten ein Programm in deutscher Sprache einstudiert, das sie mit viel Engagement, Eifer und Freude darboten.
 
 Bürgermeister Franco Vitale ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der noch ganz jungen Verbindung ein. „Für Rosolina ist heute ein großer Tag, wir sind stolz, dass wir diesen Akt vollziehen können“, so Vitale. Und weiter: „Kommunale Partnerschaften bilden eine Brücke zwischen den Nationen und sind heutzutage umso mehr der Motor für die Verständigung zwischen den Völkern und den Kulturen. Zwar schaffen die bilateralen Verträge die Voraussetzung für das Zusammenwachsen unserer Städte, doch letztendlich sind es die Menschen, welche die Verträge mit Leben erfüllen, die sich in Freizeit und Beruf kennen lernen und über die Länder- und Sprachbarrieren hinweg aufeinander zugehen“. Darüber hinaus will man sich auch in den Bereichen Schule, Kultur, Tourismus und Wirtschaft austauschen.
 


„Gerade jetzt, wo Flüchtlingskrise und Europaunzufriedenheit in aller Munde sind, ist es wichtig, neue Städtepartnerschaften einzugehen, um Europa zu stärken und zu signalisieren, es geht weiter“, erläuterte OB Jann. Städtepartnerschaften sind auch heute immer noch eine wichtige Einrichtung zur Förderung der Völkerverständigung und zur Sicherung eines dauerhaften Friedens in Europa und der Welt. Weiterhin sind sie auch Instrument und Chance für gemeinschaftliche Problemlösungen und Zukunftsbewältigung. Wichtig sind der Dialog und die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Ziel der Städtepartnerschaften ist die Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten und des Völkerverständigungsgedankens. „Die Verbindung möge auf beiden Seiten mit viel Leben durch aufgeschlossene Jugendliche, Vereine, Schulen und kirchliche Initiativen sowie vom Austausch wissbegieriger Praktikanten und weltoffener Menschen ausgefüllt sein“, avisierte OB Jann. „Freundschaft und Partnerschaft lebt auf Dauer nicht von der Begeisterung allein, sondern aus fortwährendem Bemühen umeinander“, so Jann weiter.
 
 Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Vertragsunterzeichnung von Harfenistin Aurora Fabbian. Zum Abschluss des Festaktes verteilte ein Hubschrauber schwarz-rot-goldene und grün-weiß-rote Konfettistreifen über die Stadt. Neben den Feierlichkeiten erhielt die Mosbacher Delegation zahlreiche informative Erläuterungen zum eindrucksvollen Mündungsgebiet der Etsch und des Po-Deltas sowie zu den Themen Landwirtschaft und Fischfang.
 
 


(Fotos: pm)

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