Eberbach: Ein Ort zum Wohlfühlen

Großzügige Spende des Sanitätshauses Schach ermöglicht Einrichtung eines Palliativzimmers an der GRN-Klinik Eberbach
  (pm) Seit 2012 kümmert sich ein speziell geschultes Palliativteam in der GRN-Klinik Eberbach um Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen. Um diesen meist unheilbar kranken Menschen neben gezielter medizinischer und pflegerischer Behandlung etwas mehr Komfort und Behaglichkeit bieten zu können, gibt es nun eine besondere Ausstattung für ein sogenanntes Palliativzimmer. Ermöglicht wurde unter anderem die Anschaffung eines Bettes mit Matratze zur Lagerung von bettlägerigen Patienten sowie eines passenden Nachtisches durch die großzügige Spende des Mosbacher Sanitätshauses Schach, das auch eine Filiale in Eberbach betreibt.
 
 Am Mittwoch nahmen Dr. Katja Schwan, Oberärztin der Anästhesie und Intensivmedizin und Palliativmedizinerin, sowie Michael Spiegelberg, Pflegedienstleiter der GRN-Klinik Eberbach, die Spende offiziell aus den Händen von Jürgen Steck, Geschäftsführer, und Nico Roffalski, Außendienst-Mitarbeiter des Sanitätshauses Schach, entgegen.
 
 Der stellvertretende Klinikleiter Ralf Geiger bedankte sich im Namen aller Mitarbeiter und Patienten und wies auf die bestehenden guten Beziehungen zwischen der Klinik und dem Sanitätshaus hin, die neben acht weiteren Institutionen erfolgreich im Pflegnetzwerk Eberbach kooperieren.
 
 Jürgen Steck brachte im Rahmen der Übergabe zum Ausdruck, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, das Palliativteam mit dieser Sachspende zu unterstützen.
 
 „Ein Palliativzimmer unterscheidet sich von einem normalen Krankenzimmer dadurch, dass bei seiner Ausstattung noch mehr auf harmonische Farben und angenehme Materialien geachtet wird“, erklärt Christoph Kahl, der im Rahmen des Palliativteams für die Pflegeüberleitung zuständig ist. „Es soll ein Ort zum Wohlfühlen sein.“
 
 Das vom Sanitätshaus Schach gespendete Bett und der zugehörige Nachttisch bestehen überwiegend aus Holz. Eine Lampe aus Mineralstein spendet warmes, rötliches Licht, und auf einer beweglichen Staffelei kann nach Geschmack des jeweiligen Patienten ein Bild platziert werden.
 
 Das Eberbacher Palliativzimmer ist keinem festen Raum zugeordnet; vielmehr ist es möglich, die Möbel und andere Ausstattungsgegenstände in jedes gewünschte Patientenzimmer der GRN-Klinik Eberbach zu bringen. „Dadurch haben unsere Patienten die Möglichkeit, weiterhin auf der ihnen vertrauten Station zu bleiben, wo sich das Pflegepersonal bereits auf ihre speziellen Bedürfnisse eingestellt hat“, so Kahl. Eberbacher Palliativpatienten bekommen immer Einzelzimmer, ein zusätzliches Bett für Angehörige kann auf Wunsch hinzu gestellt werden.
 
 Das Palliativteam der GRN-Klinik Eberbach besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Seelsorgern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Physiotherapie, des Sozialdienstes und der Pflegeüberleitung. Die auf Palliativmedizin und -pflege spezialisierte Gruppe steht insbesondere Patienten zur Seite, die an einer fortgeschrittenen Krankheit leiden. Die Behandlung kommt Menschen mit einer unheilbaren Krebserkrankung zugute, aber beispielsweise auch Patienten mit fortgeschrittenen Herz- oder Lungenleiden. In der Palliativmedizin und -pflege geht es nicht um Heilung der bestehenden Grunderkrankung, sondern vor allem um Linderung ihrer Symptome und der körperlichen und seelischen Folgeerscheinungen wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Unruhe und Depressionen.
 
 „In der ruhigen Atmosphäre eines Palliativzimmers können wir besonders gut auf die Bedürfnisse schwerstkranker Menschen eingehen, und auch Beratungsgespräche mit den Angehörigen sind leichter möglich als im ‚normalen‘ Krankenhaus-Umfeld“, bekräftigt Oberärztin Dr. Schwan.
 
 


Unser Bild zeigt von links: Nico Roffalski und Jürgen Steck (beide: Sanitätshaus Schach) bei der Spendenübergabe an Oberärztin Dr. Katja Schwan und Michael Spiegelberg (beide: GRN-Klinik Eberbach). Im Hintergrund das neue Palliativbett. (Foto: GRN / Elvira Mächtlen)
 

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