Finanzausschuss des Kreises tagt in Waldbrunn

Neue Feuerwehrfahrzeuge – Investitionen für Flüchtlinge und eine besondere Ehrung
  (lra) Zu einer Sitzung im Waldbrunner Rathaus konnte Landrat Dr. Achim Brötel am vergangenen Donnerstag (14.) die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Verwaltung und Finanzen begrüßen. Der gastgebende Bürgermeister und Kreisrat Markus Haas stellte in einem Grußwort aktuelle Entwicklungen seiner Gemeinde vor und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Dabei bezog sich Haas auch auf einen Antrag der Gemeinde Waldbrunn, die, wie auch die Stadt Mosbach, eine Zuwendung zur Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges beantragt hatte. Entsprechend des dann einstimmigen Ausschussvotums erhält Waldbrunn 27.000 Euro an Kreismitteln für ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und Mosbach 14.595 Euro für ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF). „Ich freue mich, dass aufgrund kurzfristig freigewordener Gelder beim Regierungspräsidium die Anschaffung dieser Fahrzeuge realisiert werden kann. Beide Wehren haben nicht zuletzt bei den Unwettereinsätzen im Mai und Juni gezeigt, dass auf sie immer Verlass ist“, sagte der Landrat. Voraussetzung für die Förderung des Landkreises ist, dass das Land Baden-Württemberg die Beschaffung mit mindestens 40 Prozent der anerkannten Kosten oder mit einem Festbetrag gefördert hat. Diese Landeszuwendung in Höhe von rund 138.000 Euro war im Vorfeld bewilligt worden.
 
 Auch hatten die Kreisräte die erfreuliche Aufgabe, die Annahme von rund 55.000 Euro an Spenden und Zuwendungen zu bestätigen. „Für diese Unterstützung danken wir herzlich und nur beispielhaft möchte ich den Förderverein des Frauen- und Kinderschutzhauses, der 25.000 Euro für den Betrieb des Hauses zur Verfügung stellt, sowie die Sparkasse Neckartal-Odenwald und die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Neckar-Odenwald-Kreis, die insgesamt mit rund 15.000 Euro auch in diesem Jahr die Schuldnerberatung unterstützen, erwähnen“, so Dr. Brötel.
 
 Der Landrat informierte zudem über die aktuelle Situation bei der Flüchtlingsunterbringung und die bisher dafür getätigten Investitionen. Von Anfang 2014 bis Mitte 2016 habe das Landratsamt an 116 gemieteten und eigenen Objekten im investiven Bereich Mittel in Höhe von 16,6 Millionen Euro aufgewendet. Davon seien auf den reinen Grunderwerb 1,6 Millionen, auf die Gebäudekosten 14,9 Millionen und auf sonstige Kosten rund 100.000 Euro entfallen. Darüber hinaus habe man im konsumtiven Bereich weitere 1,3 Millionen für die Ausstattung der Einrichtungen und 1,4 Millionen Euro für die Bauunterhaltung eingesetzt. Die Kosten sollen vom Land weitestgehend wieder erstattet werden. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir Herz zeigen wollen. Deshalb haben wir in kürzester Zeit eine Vielzahl von Unterkunftsmöglichkeiten geschaffen. Dass wir dabei auf keine einzige Sporthalle zurückgreifen mussten, ist genauso wichtig gewesen wie die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen“, bilanzierte Dr. Brötel. Dem stimmten die Kreisräte zu, wobei auch hier die engagierte und vorbildliche Arbeit der Arbeitskreise Asyl zur Sprache kam.
 
 Abschließend stimmte das Gremium dem Vorschlag zu, den ehemaligen Kreistagssaal in Buchen anlässlich des 100. Geburtstages von Landrat a. D. Hugo Geisert, dem letzten Landrat des früheren Landkreises Buchen und zugleich ersten Landrates des Neckar-Odenwald-Kreises, in „Hugo-Geisert-Saal“ umzubenennen. „Hugo Geisert gilt zu Recht als einer der großen Baumeister des Kreises. In seine Amtszeit fällt nicht nur das Zusammenwachsen der beiden ehemaligen Landkreise Mosbach und Buchen, sondern auch die Schaffung moderner Infrastruktur im gesamten Kreisgebiet“, sagte Dr. Brötel. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, den Saal bis zu dem Geburtstag am 29. Januar 2017 zu sanieren, damit er künftig als zeitgemäßer Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Die entstehenden Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 106.000 Euro.

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