Mudau: Perspektiven für die Ortsteile

  (ots) (lm) Für alle Ortsteile der Gemeinde Mudau sollen mögliche Entwicklungsperspektiven erarbeitet und aufgezeigt werden. Aus diesem Grund wurde die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH mit der Ausarbeitung eines Gesamtörtlichen Entwicklungskonzeptes (GEK) und eines davon abgeleiteten Gebietsbezogenen Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beauftragt. Erste Entwicklungsperspektiven und Handlungsansätze wurden bereits mit der Gemeindeverwaltung in einer Klausurtagung diskutiert und nun durch Bertram Roth und Marina Müller-Haas zur Kenntnisnahme und Billigung dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vorgelegt.
 
 In erster Linie geht es dabei um die Themen Demographie, miteinander leben, Kinderbetreuung und Bildung, Gesundheit und Tourismus, Wohnen-Städtebau-Sanierung, Gewerbe-Handel-Dienstleistung, Mobilität und technische Infrastruktur, Energie und Umwelt sowie um eine Beteiligung der Bürgerschaft.
 
 Nachdem die Ortschaftsräte ihre ortsteilbezogenen Stellungnahmen abgegeben haben, soll am 21. September der Entwurf des Gesamtörtlichen Entwicklungskonzeptes der Öffentlichkeit im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden, denn man hält die Kenntnisnahme und Billigung des Entwurfs wichtig für die anstehende unerlässliche Bürgerbeteiligung. Die Verabschiedung dieses Konzeptes als Leitfaden für die künftige Gemeindeentwicklung soll dann in der Gemeinderatssitzung im Oktober dieses Jahres erfolgen und strebt eine weitere Steigerung der Lebensqualität an, um den demographischen Wandel aufhalten zu können.
 
 In der Gemeinde Mudau werden die Programme der städtebaulichen Erneuerung seit vielen Jahren zur Aufwertung der Gemeinde genutzt, betonte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und verweist auf eine Forderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg nach Entwicklungskonzepten. Gegenwärtig erhält die Gemeinde für das Gebiet „Vorstadt/Amorbacher Straße“ eine Förderung im Rahmen eines Bundesprogrammes. Insbesondere aufgrund der geplanten Sanierung des Rathauses und der Odenwaldhalle zeichne sich ab, dass der bewilligte Förderrahmen nicht ausreicht und somit ein Aufstockungsantrag notwendig wird und die im Rahmen eben eines Entwicklungskonzeptes. Dabei spielt insbesondere die Beteiligung der Bürgerschaft eine zentrale Rolle.
 
 In einem weiteren Tagesordnungspunkt vergab der Gemeinderat die Arbeiten zur Erneuerung der Mudbachbrücke auf Empfehlung von Dipl.-Ing. Oswald Gehringer (Büro Sack und Partner aus Adelsheim) an die Firma BGL Consult aus Zellingen zum Angebotspreis von 41.111 Euro.
 
 Im Rahmen einer weiteren Arbeitsvergabe wurden nach Erläuterungen von Walter Mandien (Ing.-Büro HF Karlsruhe) die Firma Netze BW GmbH aus Öhringen mit dem Auftrag zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung von Quecksilberdampfleuchten auf LED-Technik zum Brutto-Angebotspreis von 173.473 Euro und die Netze BW aus Tauberbischofsheim mit der Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Buchener Straße im Ortsteil Langenelz zum Bruttoangebotspreis von 47.633 Euro beauftragt.
 
 Gemäß einer Prioritätenliste für Feldwegsanierungen steht in diesem Jahr der Wörglesweg in Mudau mit einer Weglänge von 1.200 Meter und einer Sanierungsfläche von 3.500 Quadratmeter auf dem Programm. Auf Wunsch des Ortschaftsrates Schloßau wurde zudem die Herstellung eines Fußverbindungsweges zwischen der Ringstraße und dem Kirchenweg in den laufenden Haushalt mit aufgenommen.
 
 Nun vergab der Gemeinderat nach vorangegangener Submission die Feldwegsanierung und die Anlegung des Fußweges an die Firma HLT Bau aus Neckargerach zum Angebotspreis von 49.797 Euro. Die Ausführung der Arbeiten soll bereits im August/September diesen Jahres erfolgen. Im Baugebiet „Brückengut III“ sind in dem aktuellen Erschließungsabschnitt die Vermessungsarbeiten zur Bildung der Bauplätze noch durchzuführen. Aus diesem Grund wurde das Vermessungsbüro Schwing & Dr. Neureither zum Gesamtpreis von 30.340 Euro mit der Vermessung beauftragt und auch gleichzeitig mit der Schlussvermessung zum Ausbau der Prof.-Albert-Straße in Steinbach für 58.560 Euro betraut.
 
 Wie Kämmerer Gerd Mayer im Halbjahresbericht ausführte, wird vor allem aufgrund überdurchschnittlich hoher Gewerbesteuereinnahmen, Einkommenssteueranteilen und Schlüsselzuweisungen die Zuführung an den Vermögenshaushalt 150.000 Euro höher und die Darlehensaufnahme um 75.000 Euro niedriger ausfallen als ursprünglich angenommen. Beim Eigenbetrieb Wasserversorgung kann die Darlehensaufnahme voraussichtlich aufgrund nicht verbrauchter Deckungsmittel des Vorjahres in Höhe von 12.000 Euro sowie geringerer Aufwendungen um 60.000 auf 236.000 Euro reduziert werden.
 
 Nachdem der Gemeinderat sowohl den Halbjahresbericht zur Lage des Wasserversorgungsbetriebes als auch zur Haushaltswirtschaft zur Kenntnis genommen und ein Redaktionsstatut für das Amtsblatt Mudau verabschiedet hatte, stimmte man den Annahmen von Spenden zu. Hierbei ging es um Spenden an die örtlichen Schulen, Feuerwehren, Flüchtlingsarbeit und zugunsten der Heimatpflege Steinbach im Rahmen des Dorfplatzes in einer Gesamthöhe von 7.459 Euro.
 
 Unter dem Punkt Bauanträge stimmte das Gremium nicht nur Werbeanbringungen bei der neuen Allianz-Zentrale und dem Geflügelhof Dambach zu, sondern u. a. auch einer Bauvoranfrage zu „Ferien auf dem Bauernhof“ in Steinbach mit Zelten und Hütten, dem Wiederaufbau des Hauses Röckel mit drei Wohnungen in der Hauptstraße – allerdings ohne Rampe auf öffentlichem Gelände, dafür mit einer Alternative für barrierefreien Zugang.
 


(Foto: Liane Merkle)
 

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