„Tiempos Nuevos Teatro“ überrascht Großeicholzheim

Großeicholzheim. (lm) Die Partner- und Patenschaft zwischen Großeicholzheim und El Salvador besteht seit über 25 Jahren.
 
 Zwar sehen sich beide Seiten als Nutznießer dieser Freundschaft, doch dieser Tage erwartete die Bauländer ein ganz besonderes Geschenk ihrer spanisch sprechenden Freunde. Eine Gruppe von jungen Leuten die im Rahmen der KinderKulturKarawane mit ihrem „Tiempos Nuevos Teatro“ (Theater der neuen Zeiten) auf zweimonatiger Deutschlandtournee ist, machte einen Abstecher nach Großeicholzheim.
 
 Nach Auftritten in Hamburg und Berlin gastierte die Gruppe von acht jungen Leuten mit ihrem Dolmetscher in Aschaffenburg beim Fest der Brüderschaft. Dort konnten einige Vertreter aus Großeicholzheim um Ute und Herbert Hodel die Gruppe begrüßen und deren Auftritt miterleben.
 
 Das Stück hieß „Die Farbe des Schmerzes“ und stellte die Tragik der Migration aus El Salvador in die USA dar. Ähnlich wie bei der europäischen Flüchtlingsproblematik, schlagen Schlepper Kapital aus der Not vieler Menschen.
 
 Nachdem die Theatergruppe nun von Aschaffenburg nach Augsburg aufgebrochen war, machte sie in Großeicholzheim bei Ute und Herbert Hodel Station.
 
 Für die Neckar-Odenwälder ein Highlight, denn der Mario Alfonso, der Verantwortliche für die Gruppe, ist seit einigen Jahren Kontaktmann der Partnerschaft mit Los Calles/El Salvador. Er hat sich sein Pädagogikstudium mit seiner Theaterarbeit finanziert und das offensichtlich so erfolgreich, dass die kleine Gruppe im Rahmen der KinderKulturKarawane nach Deutschland kommen konnte.
 
 Die Großeicholzheimer freuten sich sehr, ein paar Stunden der Begegnung und des Austausches mit den Freunden aus Zentralamerika verbringen zu können. Auch Bürgermeister Thomas Ludwig und Pfarrer Martin Drathschmidt begrüßten die weitgereisten Gäste und konnten einen Einblick in deren Leben und Arbeiten gewinnen. Und selbstverständlich gingen alle dann gemeinsam zur katholischen Kirche St. Laurentius, unter deren Schirmherrschaft die Partnerschaft seit 25 Jahren besteht. Das Leben und Wirken des heiligen Laurentius fand bei diesem Kirchenbesuch besonders Beachtung, weil die Leute aus Los Calles ihre Kirche, die von der Pfarrgemeinde Großeicholzheim mitfinanziert wurde, ebenfalls nach dem heiligen Laurentius benannt haben.
 
 Mit dem Lied: „El amor de dios es maravilloso“ (Gottes Liebe ist so wunderbar) und dem „Vater unser“ in Spanisch und Deutsch entstand ein kleiner Gottesdienst, bei dem auch um Gottes Segen für die Weiterreise gebetet wurde.
 


Die Theatergruppe aus El Salvador, Bürgermeister Thomas Ludwig, Pfr. Martin Drathschmidt, Ute u. Herbert Hodel sowie Paula Münch. Ganz rechts neben Pfr. Martin Drathschmidt (außen im schwarzen Shirt) der Kontaktmann aus Los Calles / El Salvador Mario Alfonso Cartagena Brizuela. (Foto: Liane Merkle)

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