Timo Bracht schafft Hawaii-Qualifikation

Timo Bracht belegt mit optimalem Risikomanagement den zweiten Platz beim Ironman Zürich

Zürich. (pm) Timo Bracht hat sich am Sonntag mit dem zweiten Platz beim Ironman Zürich die erneute Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii gesichert und musste dabei nur dem jetzt neunmaligen Sieger des Rennens, Ronnie Schildknecht, den Vortritt lassen.

Nachdem Bracht in der Woche nach dem Ironman 70.3 Jonköping mit einem Magen-Darm Infekt zu kämpfen hatte, konnte er nur sehr eingeschränkt trainieren und durfte sich daher keine Fehler in der Rennvorbereitung leisten. Dank seiner jahrelangen Erfahrung als Profi und der Unterstützung seiner Familie und seines Teams lief aber alles glatt und so stand der Athlet hochmotiviert und gut vorbereitet an der Startlinie.

Beim Schwimmen war auf Grund der warmen Wassertemperaturen des Zürich Sees kein Neoprenanzug erlaubt aber damit hatte der Eberbacher keine Probleme. „Ob wir mit oder ohne Neo schwimmen, ist mir mittlerweile egal. Vom Start an fühlte ich mich ausgezeichnet und konnte mit der ersten Gruppe gut mitschwimmen. Auch konnte ich so glücklicherweise einige Körner sparen, was mir im weiteren Rennverlauf zugute kam.“

„Auf dem Rad habe ich dann viel Wert auf eine gute Ernährung gelegt und so genug Power gehabt, mit einer der schnellsten Radzeiten meine Wattwerte zu fahren, um möglichst ausgeruht auf den Marathon zu gehen“, beschreibt Timo Bracht die 180 Kilometer auf dem Rad.

Zu Beginn des Marathons lief Bracht mit den beiden Schweizern Jan van Berkel und Ronnie Schildknecht zusammen, musste diese aber aufgrund eines Toilettenstops schnell ziehen lassen. „Das war natürlich ärgerlich, aber so konnte ich mich voll und ganz auf mich und mein Rennen konzentrieren. Ich lief ein konstant hohes Tempo und konnte van Berkel nach etwas mehr als der Hälfte des Marathons einholen. Ronnie war heute einfach zu stark und hat verdient gewonnen. Er ist und bleibt der König von Zürich“, fasst der zehnfache Langdistanz-Sieger aus dem Odenwald den Marathon zusammen.

Durch seinen zweiten Platz hat sich der seit Freitag 41-Jährige seinen vierzehnten Startplatz beim Ironman auf Hawaii gesichert. „Hawaii ist jedes Mal etwas Besonderes und so werden wir die Qualifikation heute noch feiern.“


(Foto: Ingo Kutsche)

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