Heißes Eisen in Rippberg

MdL Georg Nelius besucht Eisengießerei Dossmann – Für erfolgreiche Zukunft bestens aufgestellt
 

  (kw) Der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius folgte gerne der Einladung von Norbert Johnen, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Rhein-Neckar, zur Eisengießerei Dossmann in Walldürn-Rippberg.
 
 Die Firma Eisengießerei Dossmann GmbH setzt dort seit 1954 die jahrhundertelange Tradition in der Produktion von zuverlässigem und hochwertigem Eisenguss fort. Für Kunden aus den Bereichen Werkzeugmaschinenbau, Baumaschinen- und Sondermaschinenbau und Windkraftanlagenbau sowie aus der papierverarbeitenden Industrie, der Pumpenindustrie und Antriebstechnik-Produktion werden dort komplexe Gussteile in Klein- und Mittelserie gefertigt. Ergänzt wird die Produktion durch ein Dienstleistungsspektrum, das von der technischen Beratung und Konstruktion über den Prototypen- und Modellbau bis hin zur Kernfertigung reicht. Am Unternehmensstandort arbeiten zurzeit rund 200 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 
 Herzlich war die Begrüßung des Geschäftsführenden Gesellschafters Dipl.-Ing. Jörg W. Doßmann, der assistiert von Markus Ott, Qualitätssicherung, und Markus Zaich, Leiter Finanz- und Rechnungswesen, kompakt in die Firmengeschichte und – struktur, sowie die wesentlichen Produktionsbereiche einführte.
 
 Im Dialog wurde deutlich, dass es großen Anstrengungen es bedarf, um Facharbeiter und Lehrlinge für den Betrieb gewinnen zu können. Dabei genügt es der Eisengießerei nicht, in Schulen, bei Veranstaltungen und in den Sozialen Medien Jugendliche für die Arbeit im Betrieb zu gewinnen. Georg Nelius staunte nicht schlecht: Bei der Eisengießerei erhalten die Auszubildenden auf Wunsch einen Firmenwagen. „Rippberg ist für unsere Auszubildenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar und die Eisengussbranche steht in punkto Attraktivität leider nicht an erster Stelle“, erklärt Geschäftsführer Jörg Doßmann diesen ausgewöhnlichen Anreiz.
 
 Darüber hinaus standen die besonderen Produktionsrahmenbedingungen einer Gießerei im Ländlichen Raum zur Diskussion. Die Geschäftsführung unterstich, dass man sich der Verantwortung für die Umwelt bewusst sei und Investitionen in umweltschonende Verfahren und Einrichtungen sowie das Recycling einen hohen Stellenwert hätten. Das zeige sich unter anderem in kontinuierlichen, erheblichen Optimierungen bei Verfahren und Infrastruktur zur Reduktion von Emissionen. Dank der Recyclingfähigkeit der Erzeugnisse liegt der Anteil der Sekundärwerkstoffe, wie Gussbruch oder Metallschrott, bei fast 90 Prozent, sodass das Ziel eines nahezu geschlossenen Werkstoff-Kreislaufes bereits weitgehend verwirklicht sei.
 
 Darüber hinaus würden der stetig rapide steigende Verwaltungsaufwand und die damit verbundene Bürokratie als eine deutliche Belastung empfunden. Aufgrund der immer detaillierten und umfangreicheren Gesetze, Vorschriften und Verordnungen von Bund und EU würde für den Betrieb ein Aufwand generiert, der sich mittlerweile spürbar auf die Bilanz auswirke. Es wäre wünschenswert, wenn der „Vorschriftenwust“ vereinfacht werden könnte, doch man sei schon zufrieden, wenn die sich immer schneller drehende „Vorschriftenspirale“ verlangsamen oder zum Stillstand kommen könnte.
 Ein Rundgang durch die eindrucksvolle Produktion und ein Besuch im Prüflabor rundeten den Besuch ab.
 
 Der Landtagsabgeordneter Nelius beim Abschied: „Mir ist wichtig, mich vor Ort und aus erster Hand über die Stärken und Herausforderungen unserer Betriebe im Neckar-Odenwald zu informieren. Die Dossmänner sind zu einem Aushängeschild für die gesamte Region geworden. Ich bin mir sicher, dass sie mit modernsten technischen Anlagen und einem bestens qualifizierten Team, mit dem weiten Produktspektrum und hoher Produktqualität für eine erfolgreiche Zukunft bestens aufgestellt sind.“
 
 
 


Markus Zaich, Jörg Doßmann und Markus Ott (Fa. Dossmann), MdL Georg Nelius, Norbert Johnen (Südwestmetall). (Foto: pm)

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