Landkreis ernennt Biberberater

Konflikte zwischen Mensch und Natur lösen

Mosbach. (lra) Die Biberpopulation im Neckar-Odenwald-Kreis wächst seit Jahren kontinuierlich, erste Schätzungen gehen von circa 30 Tieren aus. Da der Biber, das größte Nagetier Europas, seinen Lebensraum konsequent nach seinen Bedürfnissen umgestaltet, sind Konflikte absehbar. „Es freut uns, wenn bedrohte Tierarten wie der Biber sich wieder im Landkreis ansiedeln, was mitunter auch für unsere weitgehend intakte Natur spricht. Dennoch gibt es bereits einige Fälle, wo Grundstückseigentümer mit Schäden zu kämpfen haben. Um die Konflikte möglichst im Sinne von Mensch und Natur zu lösen, haben wir uns als einer der ersten Landkreise im Land entschieden, neben den Biberbeauftragten auf der Ebene der Regierungspräsidien, einen eigenen Biberberater speziell für den Kreis zu bestellen.

Und mit Forstdirektor a. D. Joachim Bernhardt aus Buchen haben wir genau den Richtigen gefunden“, sagte Landrat Dr. Achim Brötel bei der offiziellen Bestellung von Bernhardt zusammen mit dem zuständigen Geschäftsbereichsleiter beim Landratsamt Axel Krahl. Bernhardt, der sich bereits umfangreich fortgebildet hat, versprach, sein gesamtes Wissen einzusetzen, um die Ausbreitung des streng geschützten Tieres eng zu begleiten. „Biber sind robust und hartnäckig. Deshalb muss man immer vor Ort entscheiden, wie man mit Ansiedelungen umgeht.“ Bernhardt ist sei 2001 ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Landkreises. Auch die Tätigkeit als Biberberater führt er ehrenamtlich aus. Für Anfragen ist Bernhardt unter 06281 557117 und jobernhardt@web.de zu erreichen.


(Foto: pm)

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