Forstkammer Baden-Württemberg tagte in Buchen

(pm)
 Das Präsidium der Forstkammer Baden-Württemberg, an der Spitze Buchens Bürgermeister Roland Burger, traf sich Ende letzter Woche zu einem Meinungsaustausch mit dem baden-württembergischen Forstminister Peter Hauk (CDU) im Buchener Rathaus.
 
 Haupterörterungspunkt war der Verbotsbeschluss des Bundeskartellamts gegen eine eigentümerübergreifende Holzvermarktung durch die Landesforstverwaltung und die ihr zuzurechnenden Unteren Forstbehörden der Land- und Stadtkreise. Dieser Beschluss, der insbesondere auch eine Beförsterung des Kommunalwaldes durch die Landkreise verbietet und die gesamte Struktur der Einheitsforstverwaltung in Frage stellt, hat auch Folgen für den von den Kreisen betreuten Kleinprivatwald, weil er das besitzübergreifende Reviersystem zerschlägt.
 
 Das Land klagt zwar derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen den Beschluss, den das Kartellamt mit Blick auf das Wettbewerbsrecht durchsetzen will, hat aber wohl wenig Chancen, so eine Einschätzung nach der mündlichen Verhandlung, die Auflagen abzuwenden. Minister Hauk und die Forstkammer, die rd. 1 Million der 1,3 Millionen Hektar der Landeswaldfläche vertritt, sind sich darüber einig, dass es gelingen muss, auch zukünftig eine flächendeckende Bewirtschaftung des Waldes sicherzustellen.
 
 Eine Arbeitsgruppe im Ministerium Ländlicher Raum erarbeitet derzeit alternative Lösungen zum jetzigen System. Der Minister und das Präsidium der Forstkammer haben in Buchen vereinbart, im Interesse des Waldes und mit Blick auf das am Anfang des nächsten Jahres erwartete Gerichtsurteil, in einem engen Austausch zu bleiben und das Gespräch auf Ebene des Ausschusses der Forstkammer zeitnah weiter zu führen.
 


Das Foto zeigt von links: Forstkammergeschäftsführer Jerg Hilt, Vizpräsident Max Erbgraf Königsegg-Aulendorf (Königseggwald), Minister Peter Hauk, Präsident Roland Burger und Vizepäsident Martin Trischler (Titisee-Neustadt). (Foto: pm)
 

 

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