Sanierung der Seckachtalschule wird teurer

Seckach. (lm) Die Verwirklichung einer neuen Fußgängerbrücke über die Seckach als sogenannte „Einfeldbrücke“ rückt immer näher. Der Gemeinderat stimmte in seiner letzten öffentlichen Sitzung vor der Sommerpause einem Submissionsergebnis zu und beauftragte nach Vorstellung durch Marco Rieß vom Ing. Büro Sack und Partner aus Adelsheim als günstigsten Bieter die Firma BGL Consult aus Zellingen mit dem Neubau der Fußgängerbrücke zum Angebotspreis von 77.856 Euro.
 
 Einhergehend mit dem Brückenneubau wird auch eine Neugestaltung des Fußweges zwischen der Waidachshofer Straße und der Uferstraße vorgenommen. Hierfür erhielt die Firma Lintz & Hinninger aus Mosbach zum Preis von 44.510 Euro den Zuschlag. Für diesen Fußweg wurde auch beschlossen, dass eine Treppe mit Rampe zur Brücke führen soll, da eine behindertengerechte Wegeführung geländemäßig nicht möglich ist. Beide Baumaßnahmen erfolgen im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Seckach II“ und werden mit über 50 Prozent bezuschusst.
 
 Damit eine Wiederbebauung des „Lammareals“ durchgeführt werden kann, muss aus kosten- und bautechnischen Gründen eine Tieferlegung des bestehenden Mischwasserkanals erfolgen. Marco Rieß erläuterte auch diese Maßnahme im Beisein von Sanierungsberater Keßler, für die er eine lärmreduzierende „Rutsche“ im Kanal empfahl. Dieser Kanal verläuft zwischen den ehemaligen Gebäuden in der Bahnhofstraße, über den das Abwasser und das Regenwasser des südöstlichen Teils von Seckach zum Regenüberlaufbecken abgeleitet wird. Durch die zu geringe Überdeckung des Kanals könnte die geplante durchgängige Tiefgarage unter den Gebäuden nicht verwirklicht werden.
 Die 200.000 Euro teure Baumaßnahme wird mit 60 Prozent bezuschusst. Der Gemeinderat stimmte dieser vorgestellten Planung zu und beauftragte das Ing.-Büro Sack und Partner aus Adelsheim mit der Durchführung der Ausschreibung.
 
 Bereits im Herbst 2015 wurde von der Gemeindeverwaltung festgestellt, dass der Zulauf der Kläranlage trotz anhaltender Trockenheit weit über der normal üblichen Menge lag und das Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage nicht mehr abgepumpt werden konnte. Die daraufhin beauftragte Kamerabefahrung der Kanäle im Bereich des Seckachbaches ergab einen größeren Fremdwassereintritt bei der Gewässerquerung des Mischwasserkanals südlich der Waidachshofer Straße im Bereich der Firma Mustang. Das o.a. Ingenieurbüro hat für die Kanalerneuerung in offener Bauweise mit zeitweise umgeleitetem Seckachbach Baukosten von rd. 130.000 Euro errechnet und wird nun nach Zustimmung des Gemeindegremiums die Ausschreibung vornehmen.
 
 Mit über 300.000 Euro mehr als geplant, Gesamtkosten von 1.158.000 Euro und einem derzeitigen Eigenanteil für die Gemeinde in Höhe von 970.000 Euro stemmt Seckach die Sanierung der Seckachtalschule mit Umbau von Schulraum zu einer Mensa und Neugestaltung/Erweiterung des Außenbereichs. Im Rahmen weiterer Arbeitsvergaben beauftragte man nun nach den Erläuterungen von Dipl.-Ing. Stuck vom Büro IFK aus Mosbach die Firma Schweikert aus Oberkessach mit den Tiefbauarbeiten zum Angebotspreis von 77.504 Euro, die Firma Stefan Müller aus Schöntal-Westernhausen mit der Lieferung und Aufstellung von Spielgeräten für 51.496 Euro und die Firma Trendsport aus Münster mit der Lieferung und Verlegung des Kunstrasens zum Angebotspreis von 43.761 Euro.
 
 Zustimmend zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den Zwischenbericht von Kämmerer André Kordmann zum Haushaltsverlauf 2016 mit Gesamteinnahmen im Verwaltungshaushalt in Höhe von 2.954.431 Euro und Ausgaben von 3.204.580 Euro. „Sollte es zu Einnahmeausfällen kommen, so werden sie im überschaubaren Bereich sein“, prognostizierte der Kämmerer.
 
 Bürgermeister Thomas Ludwig: „Seit Beginn des Haushaltsjahres sind positive Kassenbestände vorhanden. Die Gemeindekasse konnte stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der buchungsmäßige Kassenbestand der Einheitskasse von Kämmereihaushalt und Eigenbetrieb Wasserversorgung betrug als Halbjahresergebnis insgesamt 1.703.741 Euro“.
 


Die neue Mensa. (Foto: Liane Merkle)

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