Zwischenmenschlichkeit spielt immer eine Rolle

„Audianer“ engagieren sich auf der Jugendfarm der Johannes-Diakonie in Schwarzach

Schwarzach. (pm) Selbst Technik kommt ohne Zwischenmenschlichkeit nicht aus. Denn auch die richtige Wellenlänge zwischen den Menschen, die zum Beispiel ein Auto für unterschiedliche Standorte planen, ist mitentscheidend für die Qualität. Da ist es gut und hilfreich, wenn sie einander kennen, insbesondere wenn die einen etwa in Ingolstadt und die anderen in Neckarsulm arbeiten. Das ist bei den Organisationseinheiten (OE) „Planung Antrieb, Fahrwerk, Module“ von Audi der Fall. Bei einem eintägigen Freiwilligen-Einsatz auf der Jugendfarm der Johannes-Diakonie in Schwarzach rückte das 35-köpfige Team näher zusammen, während es mit Bauteilen eher unüblicher Art zu tun hatte. Dabei praktizierten die „Audianer“ zugleich soziale Verantwortung. Das kommt sowohl den kleinen Nutzern der offenen Kinder- und Jugendarbeit-Einrichtung als auch den Schülern der auf der Jugendfarm angesiedelten Outdoor-Klasse der Schwarzbach Schule zugute.

Audi unterstützt das freiwillige Engagement seiner Mitarbeiter schon seit Jahren im Rahmen der Initiative „Audi Ehrensache“. In Schwarzach traten die „Audianer“ in drei Teams an, um sich an die Projekte „Bau eines Materiallagers“, „Neugestaltung des Hüttenbaudorfs“, „Holz-Zwischendecke für die Outdoor-Küche“ und „Außengestaltung der Jugendfarm-Bauwagen“ zu machen. Leisten sie an ihren Arbeitsplätzen in Ingolstadt und Neckarsulm an Rechnern eher Kopfarbeit, griffen die Frauen und Männer auf dem Farmgelände hingegen zu Akkuschraubern, Stichsägen oder Pinseln. Sodann wurden Holzpfähle in den Boden gerammt, Rauhspundbretter angeschraubt und Grundierung aufgetragen. Das alles lief nach minutiös vorbereiteten Projektplänen – bis ein heftiger Regenschauer über die Jugendfarm niederging.

Doch: „Letztlich kommt es darauf an, dass es läuft und die Qualität stimmt“, ist eine Grundhaltung von Michael Bellmann. Für den OE-Leiter sind Funktionen und Strukturen nicht entscheidend, wenn die Umstände es anders fordern: „Dann geht es nur noch darum, dass wir uns zusammentun, es hinkriegen und am Ende stolz sein können.“ In solchen Situationen komme es ganz besonders auf die Zwischenmenschlichkeit und Kommunikation an – eben wie bei dem Platzregen. Die Teams mischten sich spontan neu und brachten die Arbeit an den Stellen voran, an denen es trotz des Regens möglich war. „Wir liegen im Zeitplan“, stellte bald Koordinator und Organisator Mesut Killic fest.

Als eine weitere Grundhaltung nannte Michael Bellmann soziale Verantwortung für die Kollegen. „Wenn unsere Arbeit läuft, dann läuft auch die daran anschließende Arbeit der Kollegen.“ Am Ende des Tages erreichte das Audi-Team die gesetzten Ziele auf der Jugendfarm wie geplant – was die dortigen Mitarbeiter sowie die Lehrkräfte der Outdoor-Klasse wiederum sehr erfreute: „Was hier und heute neu entstanden ist, erweitert nicht nur unsere erlebnispädagogischen Angebote für Kinder und Jugendliche. Wir haben jetzt auch weitere Möglichkeiten, den praktischen Unterricht der Outdoor-Klasse zu gestalten“, dankte Henning Adler, stellvertretender Jugendfarm-Leiter.


35 Freiwillige von den Audi-Standorten Ingolstadt und Neckarsulm legten auf der Jugendfarm Schwarzach Hand an. (Foto: Dirk Adler-Witkowski)

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