Seckach: Kleine Ballerinas in Pink

Tänzerischen Früherziehung mit Mayelin Jimenez-Sanchez
  (lm) Da schwebte ein niedlicher grüner Schmetterling vorbei, dort eine kleine Ballerina im pinkfarbenen Tütü und beide schienen jede Menge Spaß gehabt zu haben und sie kicherten beim Rausgehen. „Schichtwechsel“ bei Tanzlehrerin Mayelin Jimenez-Sanchez von der tänzerischen Früherziehung zu den kleinen Ballettmädels, die eigentlich schon zu den größeren zählen. Denn während in den beiden Gruppen der tänzerischen Früherziehung die Vier- bis Sechsjährigen neben Körperbeherrschung und -haltung, auch Konzentration lernen und ihre Motorik verbessern, sind die Ballettgruppen in die Altersklassen 7 bis 9 und 14 bis 16 Jahre aufgeteilt.
 
 Was im letzten September mit einer kleinen Gruppe nach dem Programm der VHS Buchen, Außenstelle Seckach, in der Seckachtalhalle begann, hat sich rasant auf vier Gruppen und 50 Kinder vergrößert. Dabei hatte Mayelin Jimenez-Sanchez, die sich bei der VHS als Spanischlehrerin beworben hatte und von der VHS-Leiterin Renate Andres überredet worden war, den Tanzkurs zu übernehmen, zunächst grundsätzlich Bedenken gehabt, Ballett als Hobby anzubieten. „Ballett ist kein Hobby, das muss man jeden Tag mehrere Stunden trainieren“, und sie weiß, wovon sie redet.
 
 Bevor sie das Studium der Germanistik absolvierte, studierte die zierliche Kubanerin in ihrer Heimat Ballett. Auch diese Ausbildung schloss sie mit Bravour ab und quälte sich über Jahre mit Diäten über Diäten, um den Gewichtsvorgaben der Tänzer entsprechen zu können. Renate Andres aber zeigte ihr auf, dass Ballett als Hobby durchaus entscheidende Vorteile für die Volkshochschulteilnehmer bietet, und inzwischen ist Mayelin Jimenez-Sanchez stolz auf ihre kleinen Mädels. „Ich hätte nie gedacht, wie groß die Fortschritte sein können, die die Kinder mit wöchentlich nur einer Stunde Ballett bzw. tänzerischer Früherziehung machen. Aber diese Fortschritte sind nicht nur in ihrer Haltung, die ja allgemein heute sehr vernachlässigt wird, sichtbar.“
 
 Natürlich wird durch diese Art des Tanzens die Koordination ebenso trainiert wie die Motorik, die Körperbeherrschung und die Beweglichkeit, doch darüber hinaus werden Disziplin, Durchhaltevermögen, Konzentration und Merkfähigkeit stark gefördert. Die kleinen Balletteusen, die alle erst seit Februar dabei sind, stehen konzentriert an der Stange und folgen den wohlgemerkt französischen Anweisungen ihrer Lehrerin“ „Passé, Plié, Tendu, Jeté“, ernst reagieren sie auf die Korrekturen von Zehenspitzen, Spagat, Körperspannung und -haltung und ganz sicher werden sie – als Fortgeschrittene – auch im kommenden September wieder mit von der Partie sein.
 
 Die begeisterten kleinen Balleteusen erwarten schon heute zusammen mit ihren Müttern voll Spannung das neue VHS-Heft, das im August erscheint. Doch Bürgermeister Thomas Ludwig, der sich am Abschlusstag dieses Semesters persönlich von den Fortschritten der Kinder überzeugte, bestätigte: „Die Zeitschiene für das nächste Semester musikalische Früherziehung und Ballett bleibt in der Seckachtalhalle gesichert jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr bestehen“.
 


(Foto: Liane Merkle)

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