„Eselsbesuch“ in Schloßau

(LM Es sind die spontanen Geschichten, die das Leben schreibt. So auch bei Katrin Scholl und Petra Moser, die kürzlich mit einem Besuch der besonderen Art überrascht wurden. Aus Richtung Strümpfelbrunn kamen gegen Abend zwei jüngere Leute mit ihren beiden voll bepackten Eseln über den Kirchweg nach Schloßau und fragten höflich, ob man nicht eine Wiese für ihr Zelt und die Esel als Bleibe für die Nacht hätte.

Anfangs noch etwas skeptisch ob dem Erscheinungsbild der 12 Beine, wich die Überraschung und im Gespräch entstand eine Herzlichkeit mit Vertrauen und so ließ man die doch ungewöhnliche Wandergruppe in der Schloßauer Saugasse übernachten. Dort konnten die Beiden in einer Hütte schlafen und brauchten nicht ihr noch nasses Zelt aufzuschlagen, worüber sie sehr froh waren. Die Esel durften auf der angrenzenden Wiese weiden.

Überrascht und angetan war man dann doch als man Näheres über die ungewöhnliche Wanderung erfuhr. Unter dem Motto: „Ein Moment – ich bin auf dem Weg“ hatten sich die Italiener Helena und Carlo vor einiger Zeit dazu entschlossen, zusammen mit ihren beiden Eseln Toni und AuroraAlba eine Wanderung von Italien nach Schweden mit Ziel Göteborg zu unternehmen. Eine, dem langsamen Tempo der Esel angepasste Wanderung, für die ein Jahr eingeplant ist, die täglich 40 Kilometer umfasst und durch die Länder Italien, Schweiz, Deutschland, Dänemark und Schweden führen soll.

In Schloßau wurden sie von Katrin Scholl und Petra Moser mit zwei extra aufgestellten Feldbetten in der Hütte sowie mit einem Abendvesper und einem Frühstück freundschaftlich versorgt und auch die Esel konnten sich über einen frischen Heuballen freuen.

Wie die beiden Gäste vor ihrem Aufbruch dankbar mitteilten, genießen sie bei ihrer Tour die Spontanität, die Ruhe, den Einklang mit der Natur und die Hilfsbereitschaft der Menschen. Ein später entstehendes Netzwerk von Freundschaften und Kontakten soll für die beiden Wanderer auch ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung sein. Bis November will man in Schweden sein ehe es kalt wird und so machte sich das Gespann wieder auf in Richtung Amorbach über die Wildenburg.

Als kleines Dankeschön für die Gastfreundschaft erhielt man zwei Baumsetzlinge, die in Schloßau gepflanzt, an diese schöne Anekdote erinnern sollen.


(Fotos: Liane Merkle)

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1 Kommentar

  1. Bei uns auf dem Kastanienhof in strumpfelbrunn waren sie auch über Nacht sehr süße Esel und herzliche Besitzer Hut ab wir verfolgen seitdem ihr vorwärtskommen. Sie sind mittlerweile schon an Kassel vorbei

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