Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt“

Projektideen vorgestellt – Weiträumige Vernetzung gestartet
 
  Neckar-Odenwald-Kreis. (ots)
 Nachdem die Bewerbung des Neckar-Odenwald-Kreises und des Diakonischen Werkes im Neckar-Odenwald-Kreis um das Förderprogramm des Landes „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“, erfolgreich verlaufen ist, trafen sich im Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes in Buchen die Vertreter der eingereichten Projekte, um die geplanten Maßnahmen vorzustellen und das weitere Vorgehen zu besprechen.
 Das Programm soll bürgerschaftliche Integrationsinitiativen fördern.
 
 Jeannette Bell vom Diakonischen Werk und Volker Noe vom Ehrenamtszentrum des Landkreises riefen eingangs nochmals die Voraussetzungen für eine Förderung ins Gedächtnis. Demnach sollen durch die Bildung lokaler Bündnisse an Standorten mit Gemeinschaftsunterkünften, unter der Einbeziehung verschiedenster Projektpartner und vor allem der Flüchtlinge, Begegnungsorte geschaffen werden. Diese lokalen Bündnisse sollen in einem weiteren Schritt auf regionaler Ebene (Landkreis) verknüpft werden. Für diese Ziele stehen Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung, von denen 3.000 Euro als „Projekt im Projekt“ von den Flüchtlingen selbst verwaltet werden sollen. Hier werden Projekte gefördert, die aus den Reihen der Geflüchteten angestoßen und zum Großteil auch in Eigenverantwortung umgesetzt werden.
 
 Bei der Vorstellung der eingereichten Projekte durch die Vertreter der jeweiligen Antragsteller wurden die Vielfalt und der Einfallsreichtum der geplanten Maßnahmen deutlich. In Buchen soll das Projekt „Mirror Buchen“, ein Internetblog der Flüchtlinge aus der Interimsunterkunft des Kreises, unterstützt werden. Der Block wird von einem Redaktionsteam begleitet und erscheint in deutscher und arabischer Sprache. Die Stadt Buchen plant Patenschaften ins Leben zu rufen, um insbesondere junge Flüchtlinge mittels einer speziellen Software beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. In Hardheim soll im Außenbereich der Gemeinschaftsunterkunft ein Kontakttreff errichtet und die Ausstattung der Fahrradwerkstatt verbessert werden. Weiterhin ist geplant, in Abstimmung mit der Gemeinde im Ortsbereich einen Begegnungsort für Geflüchtete und Einheimische zu schaffen. Der Arbeitskreis Flüchtlingsbegleitung Seckach will den gemeindeeigenen Grillplatz in Großeicholzheim renovieren, um ihn künftig als Begegnungsstätte aller Generationen und Nationalitäten zu nutzen. In Schefflenz plant man die Einrichtung eines Begegnungstreffs.
 
 Mit dem „Projekt im Projekt“ will man die bereits unternommenen Bestrebungen einiger Asylbewerber zum Aufbau einer Kricket- und von Fußballmannschaften unterstützen. Hier sollen Sportler aus den Gemeinschaftsunterkünften des Kreises vernetzt werden.
 
 Die genehmigten Mittel aus dem Förderprogramm sollen den geplanten Maßnahmen als Anschubfinanzierung dienen. Über den Zuschussbetrag hinausgehende Kosten müssen durch Projektpartner oder Sponsoren abgedeckt werden. Die Verteilung der Gelder erfolgt durch die beteiligten Partner auf Grundlage einer Bewertungsmatrix. Diese berücksichtigt neben der Anzahl der Projektpartner und der erreichten Personen auch die Einbindung der Flüchtlinge, die Integrationswirkung sowie die Nachhaltigkeit. Beim nächsten Treffen werden die Mittel verteilt, so dass mit der Umsetzung der Projekte begonnen werden kann.
 
 

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