Historischer Fund bei Bauarbeiten

Archiverweiterung im Kloster Bronnbach im Kosten- und Zeitrahmen

(pm) Auf dem Gelände des Klosters Bronnbach wird eine Scheune für den Archivverbund Main-Tauber umgebaut. Die Rückbauarbeiten der alten Werkstätten sind bereits abgeschlossen. Derzeit werden die Rohbauarbeiten für die neuen Archivlagerräume vorgenommen. „Die Archiverweiterung im Kloster Bronnbach läuft derzeit im Kosten- und Zeitrahmen“, berichtet der zuständige Architekt und Bauleiter Michael Bannwarth vom Architekturbüro Bannwarth und Ludwig.

Nach den Sommerferien beginnen die Dachdecker- und Zimmererarbeiten. Die Ausschreibungsfrist für die Installationsarbeiten endet am Montag, 22. August. Bewerbungen von Firmen können noch bis dahin eingereicht werden. Weitere Arbeiten für den Innenausbau werden demnächst ausgeschrieben. Hierzu laufen die Vorbereitungen.

Einen spannenden Fund machten die Arbeiter bei den Entwässerungsarbeiten im Juli. Bei Grabungen wurde ein historischer Wasserkanal aus der Zeit der Zisterzienser entdeckt. Archäologen des Landesdenkmalamtes begleiteten die Baumaßnahmen rund um den Kanal. Der Fund wurde dokumentiert, und schließlich konnte der unbeschädigte Kanal wieder abgedeckt werden.

Der Fund des historischen Wasserlaufes ist ein weiteres Zeugnis für die Verbindung der Zisterzienserklöster zu wasserreichen Plätzen. Den Standort eines Klosters richteten die Zisterzienser nämlich nach dem Wasserlauf von Bächen. Wie in Bronnbach dokumentiert, wurden diese durch den Bau von Kanälen innerhalb des Klosters dann weiterverteilt. In Bronnbach führt dieser Kanal bis heute unter dem Kreuzgang durch, allerdings ohne Wasser. Dadurch wird die damalige Arbeitsweise in Bronnbach wieder ein Stückchen nachvollziehbarer.


Die Arbeiten an der Archiverweiterung im Kloster Bronnbach befinden sich im Kosten- und Zeitrahmen. Foto: (pm)

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