Grandiose Erfolge der Buchener Streetdancer

„ConneXion“ und Jem holen drei Weltmeister-Titel -„next level“ ertanzt Platz 4 – Dank an Spender und Sponsoren

(vs) Als sie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 2:30 Uhr aus Glasgow kommend von Eltern und Fans mit Laternen, Luftballons und Musik in Buchen mit großer Begeisterung empfangen wurden, konnten die Tänzer/innen des Buchener „Integrations und Präventionsprojektes Hiphop-Breakdance“ (IPHB), ihr Choreograf Kevin Sauer und Projektleiter Volker Schwender ihre zwar erhoffte, aber in diesem Ausmaß nicht erwartete Erfolgsserie bei den UDO-Streetdance Weltmeisterschaften in Glasgow immer noch nicht ganz fassen. „Es war eine der emotionalsten, krassesten Meisterschaften und wir realisieren jetzt erst, was wir hier mit ConneXion eigentlich erreicht haben! Es ist einfach so unglaublich. Man misst sich mit Crews aus aller Welt und ertanzt sich den Vize-Weltmeister in der höchsten Kategorie! Ich kann nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf mein Team bin“, erklärte Kevin Sauer sichtlich bewegt.

Zum ersten Mal schickte er seine Teams „ConneXion“ (Ü 18) und das Nachwuchsteam „next level“ (U 18) in der höchsten Leistungsklasse „Advanced“ (= fortgeschritten) in den Wettbewerb.

Next level mit Alina Winterholler, Erika Ivanov, Kevin Sauer (Choreograf), Diana Maier, Elisabeth Ansimov, Daniel Urich, Michelle Walter, Michelle Gruslak, Anastasia Tschernawin, Leon Hees, Anna-Lena Elancev, Anastasia Lindegrün, Daniel Neu. (Foto: privat)

Für die WM 2016 in Glasgow hatten sich insgesamt 317 Teams (=Gruppen/Crews)
aus allen Kontinenten qualifiziert. So waren Australien, Russland, Japan, Südafrika, die USA und zahlreiche europäische Länder vertreten. Ein Team kann aus fünf bis 26 Tänzern bestehen. So kam es, dass die vier Tänzer und eine Tänzerin von „ConneXion“ auf der großen Bühne gegen erheblich größere Gruppen, wie die englische IMD mit 25 Tänzern antreten musste. Wer hatte die beste Performance, Ausstrahlung, Originalität, Synchronität, Körperspannung? Darüber entschieden fünf internationale Juroren.
In den „Preliminaries“ (Vorentscheidungen) am vergangenen Freitag bewertete die Jury „ConneXion“ mit Platz 8, „next level“ mit Platz 10. Das war für die hoffnungsvollen Buchener Tänzer/innen deprimierend, obwohl sie mit dieser Platzierung ins Halbfinale kamen.

Im Halbfinale am Samstag urteilte eine andere Jury, unter ihr die Hiphop-Legende Buddha Stretch aus New York. Das ließ hoffen! Und, in der Tat: „ConneXion“ wurde so hoch bewertet, dass sie zu Platz 5 aufstiegen und „next level“ auf Platz 6. Am Sonntag, dem Finaltag, kam dann das Unfassbare: als die Platzierungen für Ü 18 / Advanced präsentiert wurden, fielen für die Plätze 7 bis 3 ganz berühmte Namen wohl bekannter Gruppen. Bei Platz 2 hieß es dann: „ConneXion“ ist Vize-Weltmeister! Unglaublicher Jubel und eine Art Fassungslosigkeit bei den Buchenern. Zehn Minuten später die Platzierungen für U 18 / Advanced: „next level“ Platz 4.

 Merlin Heiden, Tiziano Damigella, Kevin Sauer (Choreograf), Vita Chlopkov, Robin Spohrer. (Foto: privat)

Eine UDO-WM besteht nicht nur aus dem Wettbewerb der Teams, sondern, es gibt noch andere Kategorien, z.B. das „Crew-Battle“. Altersgemischte Crews stellen sich zunächst einer „Preselection“ (= Vorauswahl). Die verbliebenen Crews treten dann im K.O.-System 1 gegen 1 an. Wer verliert ist draußen. Die Buchener hatten „ConneXion“ mit drei „next level“-Tänzern erweitert, die Preselection „überlebt“ und waren dann im „1 vs 1-Battle gegen die verbliebenen sechs Crews angetreten. „ConneXion“ tanzte sich locker an den Spitzenplatz und wurde Weltmeister. In der Kategorie „Breakdance“ wurde Jem Lachmann vom IPHB im 1 gegen 1 System Zweiter und damit Vize-Weltmeister. In den Kategorien Solo „Allstyles“ und in der Kategorie Hiphop-Battle kam Tiziano Damigella (ConneXion) ins Halbfinale und in der Kategorie „Duo Hiphop“ tanzten sich Erika Ivanov und Michelle Walter (next level) auch ins Halbfinale.

Im Gegensatz zu anderen Ländern werden in Deutschland die leistungsstarken jugendlichen Tänzern bzgl. der Finanzierung von EM- und WM-Teilnahmen von Politikern aller Parteien im Stich gelassen, die zwar täglich das integrative Bemühen fordern und verbal würdigen, bei der Kostenübernahme aber nicht zu sehen sind.

Um so wichtiger sind Fördergelder von Spendern, Sponsoren und Stiftungen. Das IPHB bedankt sich daher ganz herzlich bei allen Geldgebern, vor allem bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald, den Stadtwerken Buchen, dem TSV Buchen, der Arnold Hollerbach Stiftung, dem Lions Club Madonnenland und dem Rotary Club für ihre großzügige Unterstützung.


Vize-Weltmeister Jem. (Foto: privat)

Infos im Internet:
www.infinity-crew.de

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