Neue Jugendlotsen der KZ-Gedenkstätte

Nach arbeitsreichem Jahr wurden Zertifikate überreicht

Neckarelz. (pm) Nach einem arbeitsreichen Jahr erhielten fünf Jugendlotsen der KZ-Gedenkstätte ihr Zertifikat. Zunächst hatten sich Sinem Aydin, Lukas Frick, Finn Leinberger, Jan-Philip Marnet und Anna-Lena Siliberto, allesamt Schüler des Auguste-Pattberg-Gymnasiums, im Rahmen einer AG intensiv mit der Geschichte der KZ-Lager am Neckar und der unterirdischen Rüstungsfabrik „Goldfisch“ vertraut gemacht.

Daneben erfuhren sie von den AG-Leiterinnen Michelle König (APG) und Dorothee Roos (KZ-Gedenkstätte Neckarelz), welche Ideen hinter der Ausstellung in der Gedenkstätte stecken. Vor allem aber lernten sie, wie man die Geschichte für Gruppen von Gleichaltrigen verständlich und spannend erzählen kann; dazu gab es auch ein ganztägiges Rhetorik-Seminar.

Ab dem Frühjahr 2016 sammelten die jungen Leute dann praktische Erfahrungen: zunächst in Kleingruppen und unter Anleitung, dann immer selbständiger führten sie Schulklassen und andere Gruppen durch die Ausstellung. Dabei erwarben sie Kompetenzen und pädagogische Erfahrungen, die weit über das Jugendlotsen-Projekt hinausgehen. Das Projekt, das auch landesweit anerkannt ist, wurde vom Auguste-Pattberg-Gymnasium und der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt. Im bald beginnenden Schuljahr 2016/17 soll es eine neue Lotsen-AG geben.


Unter dem Beifall von zwei neunten Klassen des Ganztagsgymnasiums Osterburken, die sie zuvor geführt hatten, erhielten die Jugendlotsen ihre Zertifikate. Von links: Anna-Lena Siliberto, Sinem Aydin, Finn Leinberger, Lukas Frick und Jan-Philip Marnet. Daneben Arno Huth von der KZ-Gedenkstätte Neckarelz. (Foto: privat)

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