MdB Warken besucht Seitenbacher

Im Gespräch mit Inhaber Willi Pfannenschwarz

Buchen. (pm) „Zu schauen, wo unsere Firmen der Schuh drückt, das ist mir besonders wichtig“, so die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Nina Warken aus Tauberbischofsheim zu Beginn des Gesprächs mit Gründer und Inhaber der Firma Seitenbacher, Willi Pfannenschwarz.

Schnell durfte Warken jedoch feststellen, dass der Schuh bei der Firma Seitenbacher nur wenig drückt. Im Gegenteil. Der Firma geht es richtig gut. Neben dem bekannten Sortiment an Müsli produziert und vertreibt die Firma heute Nudeln, Sauerteig, Backmischungen, Getreide-Burger, Fruchtgummisorten, Riegel, Sämereien, Schoko-Cerealien, Honig, Kaffee, Gebäck, Suppen, Vitaminkapseln und Speiseöle.

Dennoch gebe es einige „Ärgernisse“, die Inhaber Pfannenschwarz gegenüber der Bundestagsabgeordneten klar ansprach. So sei etwa die in Deutschland immer zunehmende Bürokratisierung für Unternehmer ein echter Standortnachteil. „Auch Kontrollen – gerade in der Lebensmittelbranche – sind unglaublich wichtig. Wichtig ist aber auch, dass es hier eine Gleichbehandlung zwischen den verschiedenen Firmen in den Städten und im ländlichen Raum gibt.“ Zudem fehle es in Europa im Lebensmittelmarkt immer noch an dringend notwenigen Harmonisierungen. „Es kann doch nicht sein, dass Produkte, die in Frankreich als einwandfrei und von qualitativ höchster Güte klassifiziert sind, hier in Deutschland ganz anderen Normen und Gesetzen unterliegen und dann nicht mehr verarbeitet oder verkauft werden können“, so Pfannenschwarz. Dies müsse dringend vereinheitlicht werden. „Wenn wir Europa und einen fairen Binnenmarkt wollen, dann sollten wir es richtig machen“, stimmte die Bundestagsabgeordnete zu und versprach den Sachverhalt zu prüfen.

Ansonsten sei man mit der Entwicklung der Firma im Ganzen zufrieden, so Pfannenschwarz weiter. Heute vertreibe Seitenbacher seine Produkte weltweit und sei in vielen gutsortierten Lebensmittelgeschäften zu finden. Auch in den USA habe man seit Jahren eine Niederlassung,

Neben diesen politischen Aspekten interessierte sich die Müsli-Frühstückerin Warken auch dafür, ob Seitenbacher am aktuellen „Porridge“-Trend (eine Art warmer Haferbrei) partizipiere und man hierfür entsprechend geeignete Produkte auf den Markt bringe. Dem ersteilte Pfannenschwarz jedoch eine Absage: „Vielleicht bin ich hier zu konservativ. Ich glaube jedoch, mit unserer bisherigen Leitlinie, die Naturprodukte möglichst roh zu verwenden und so nahezu alle Nährstoffe zu erhalten, der richtige Weg war. Dieses wollen wir beibehalten.“

Zum Abschluss dankte Warken Willi Pfannenschwarz für das offene Gespräch. Beide versicherten, man wolle in engem Kontakt bleiben. „Die Firma Seitenbacher ist und bleibt ein Aushängeschild für unsere Region – nicht nur wegen der deutschlandweit bekannten Werbung. Ein echtes mittelständisches Familienunternehmen, das für Qualität, Regionalität und Naturkost steht – darauf kann die ganze Region stolz sein“, so Nina Warken zum Abschluss.

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