Auch Traumtor bringt keinen Sieg

Symbolbild

TSV Krautheim II – FSV Dornberg 3:2

von Amelie Böna

Am Sonntag bestritt der FSV Dornberg sein Ligaspiel beim TSV Krautheim.

Eine Herausforderung für beide Mannschaften sollte das Wetter werden. Der viele Regen und der nasse Platz versprachen ein sehr schnelles Spiel und erschwerte Bedingungen für alle Spieler.
Dennoch war die Stimmung gut und beide Mannschaften waren hoch motiviert, auch wenn für den FSV rückblickend auf die Ergebnisse der vergangenen Spiele das Ziel, möglichst nur einstellig zu verlieren, sehr niedrig angesetzt war. Umso überraschender war es, dass Dornberg vorerst besser ins Spiel fand, als Krautheim vor heimischem Publikum. Die Bälle wurden sicher von hinten herausgespielt und die Offensive passte, dribbelte und kämpfte sich bis an den gegnerischen Strafraum, allerdings war Krautheims Defensive hellwach und rettete mehrmals. Doch die Partie war alles andere als einseitig, auch wenn der Freizeitsportverein das Spiel dominierte. Krautheim profitierte von der größeren Erfahrung als eingespieltes Team und konnte ebenfalls immer wieder durch einen schönen Spielaufbau vor das gegnerische Tor kommen, allerdings seltener so gefährlich, wie die Gäste.
Gleich die erste richtig gefährliche Chance nutzte Krautheim allerdings für sich.
Doch der FSV ließ sich von diesem Gegentreffer in der 31. Minute nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiter wie zuvor und das in jeder Hinsicht. Die Torschüsse landeten entweder im Toraus oder konnten vom Keeper abgefangen werden und auch alle weiteren Angriffe, die man sich schön von hinten herausspielte, wurden vom Gegner unterbunden. Wenn Krautheim vor den Dornberger Kasten kam, war auch Torwart Rosikhan Usunkhel gefordert, der souverän hielt.

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In der Halbzeit zog man kurz Bilanz. Die Spieler konnten durchaus zufrieden sein, denn es wurde den Zuschauern ein schönes, faires Spiel mit vielen Chancen gezeigt, außerdem lag man erst 1:0 zurück, was man aus den letzten Spielen nicht mehr gewohnt war. Einzig die mangelnde Chancenverwertung war ein Dämpfer, doch die sollte in der zweiten Halbzeit verbessert werden. Soweit die Theorie.

In der Praxis sah dies zunächst allerdings anders aus. Schon gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber Druck und versuchten, den FSV in dessen Hälfte zu drängen. Dornberg hielt dagegen und so ging es hin und her. Doch dann erzielte Krautheim aus einer abseitsverdächtigen Position das 2:0. Doch auch dieser Treffer verunsicherte die Gäste nicht, im Gegenteil, es spornte sie eher an, noch mehr zu geben. Zwar waren die Platzherren nun gefährlicher, doch auch der Freizeitsportverein erspielte eine höhere Chancenquote, die aber nichts am Rückstand änderte. Viele Torschüsse, davon viele sogenannte Hundertprozentige wurden vom FSV allesamt nicht verwertet.

So spielte der Freizeitsportverein sein dominierendes aber glückloses Spiel weiter, bis die Pechsträhne in der 60. Minute ein Ende zu finden schien. Nachdem Ahmad Karimi im Strafraum gefoult wurde, Mahmoud Hassan sich sofort den Ball ergatterte, erkannte der Unparteiische korrekterweise auf Vorteil. So fand sich Hassan im Duell mit dem Heim-Keeper, das er für sich entschied und eiskalt zum 2:1 verwandelte. Kurz darauf wechselte Trainer Andreas Seitz-Böna Eugen Litvin ein. Dabei bewies der Trainer ein glückliches Händchen, denn Litvin nutzte seinen ersten Ballkontakt an der Mittellinie. Er zog ohne zu zögern ab und verwandelte so mit einem wahren Traumtor genau unter die Latte und zum 2:2. Doch die Pechsträhne von Dornberg hatte offenbar nur kurz pausiert, denn nach diesem Sonntagsschuss war man erneut glücklos in der Chancenverwertung. Egal ob von links über Johannes Kreß und Sabor Ahmadi, von rechts über David Weller und Julian Stieber oder gar durch die Mitte über Frederik Böna auf Ahmad Karimi oder Mahmoud Hassan, man traf und traf nicht. Immerhin kam Krautheim deutlich weniger vor das Dornberger Tor. Die wenigen Gelegeneheiten der Heimmannschaft waren sichere Beute von Keeper Rosikhan Usunkhel, der überragend mitspielte. So blieb es lange beim 2:2, bis Krautheim doch noch das dritte Tor erzielte und somit den Heimsieg besiegelte. Nachdem die Heimmannschaft in der allerletzten Minute noch einmal konterte, ging Dornbergs Torhüter wieder gut heraus und hatte den Ball eigentlich schon sicher, doch aufgrund des starken Regens zuvor waren Ball und Handschuhe so durchnässt, dass ihm die Kugel einfach aus den Armen und dem Gegner direkt vor die Füße rutschte. Der Angreifer hatte dann keine Mühe, den Ball ins zum 3:2 ins leere Tor zu befördern.
Alles in allem kann man sagen, dass den Zuschauern ein wirklich sehenswertes Spiel geboten wurde. Es gab insgesamt sehr viele Chancen auf beiden Seiten, bei deren Verwertung der TSV Krautheim die Nase vorne hatte. Anzumerken bleibt noch, dass man sich ein sehr faires Spiel lieferte und die Stimmung durchgängig gut und freundschaftlich war.

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