Jugendspangen für Feuerwehrnachwuchs


Die erfolgreichen Jugendlichen aus Auerbach und Buchen bei der Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. (Matthias Grimm)

Mannheim. (mag) Wie lange braucht Ihr, um eine Schlauchleitung von 120 m Länge sauber auszulegen? Wie schnell könnt ihr zu neunt 1.500 m laufen und wie weit können neun Jugendfeuerwehrler Kugelstoßen? Wie heißt unser Ministerpräsident und welcher Partei gehört er an? Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Mannschaften am Samstag in Mannheim bei der Abnahme des höchsten Abzeichens der Deutschen Jugendfeuerwehr auf den Grund.

Insgesamt dreizehn Gruppen mit je neun Jugendlichen, darunter Auerbach und Buchen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, machten sich bei einigermaßen trockener Herbstwitterung in Mannheim-Käfertal am Samstag Vormittag ans Werk und zeigten unter den Augen der Schiedsrichter und der Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr, Sebastian Waidmann und Karlheinz Thoma, gute bis sehr gute Leistungen. Nachdem die Gruppen am Morgen von Stadtjugendfeuerwehrwart Rouven Hübner begrüßt worden waren, ging es ans Eingemachte.

Für die je neun Gruppenmitglieder galt es gemeinsam fünf Aufgaben zu erfüllen und dabei auch noch einen guten Eindruck bei den Schiedsrichtern zu hinterlassen. Um im Kugelstoßen gemeinsam 55 m zu erreichen mussten sich alle Gruppenmitglieder anstrengen und die 4-kg-Kugel (Jungen) bzw. die 3-kg-Kugel (Mädchen) ohne überzutreten soweit wie möglich in den Sandkasten befördern.

Bei der sicherlich schwierigsten Aufgabe, der Schnelligkeitsübung, geht es darum, zu neunt acht Schläuche von je 15 m Länge in weniger als 75 Sekunden ohne Verdrehung der Schlauchleitung zu verlegen. Der zweite sportliche Teil besteht aus einem Staffellauf über 1500 m, bei dem es den Jugendlichen freigestellt ist, wer wie weit läuft. Wichtig ist nur, dass das Staffelholz spätestens nach vier Minuten und zehn Sekunden die Ziellinie passiert hat.

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Die Königsdisziplin stellt der Löschangriff nach der aktuellen Feuerwehrdienstvorschrift dar. Möglichst ohne Fehler gilt es dabei eine Wasserversorung aufzubauen und aus offenem Gewässer Wasser zu entnehmen und dieses mittels Verteiler und Schläuchen von drei Stellen an die angenommene Brandstelle zu bringen.

Rund 15 Minuten fühlte sich jede Gruppe wie in der Schule und musste Fragen zu allerlei verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Politik, Feuerwehr, Allgemeinbildung und aktuelle Themen, beantworten.

Vor der Siegerehrung bedankten sich die Abnahmeberechtigen und Stadtjugendwart Hübner bei den Jugendlichen für ihre Teilnahme, den Schiedsrichtern für ihr Engagement, Fachgebietsleiter Jürgen Müller (Hettingen) für seine Unterstützung bei der Abnahme und der Feuerwehr Mannheim für die Vorbereitung und Ausrichtung.

Aus den Händen der Abnahmeberechtigten durften die Jugendlichen die Spangen entgegen nehmen: Auerbach, Buchen, Leimen I und II, Winnenden-Schwaikheim I und II, Weingarten, Lauertal, Mörlenbach, Reilingen und Mannheim I und II.

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