Netzausbau im ersten Ausbaugebiet abgeschlossen

Obrigheim und Mosbach sind jetzt schnell im Netz unterwegs – Die schnellen Anschlüsse sind ab sofort buchbar – Baumaßnahmen im Kreis laufen weiter


(Foto: pm)

(pm) Es ist soweit: Die ersten neu ausgebauten Internet-Anschlüsse im Neckar-Odenwald-Kreis sind da. In Mosbach und Obrigheim können ab sofort rund 14.000 Haushalte auf diese zugreifen. Die Deutsche Telekom hat damit, wie versprochen, pünktlich das „erste Paket“ ausgeliefert. Denn Mosbach und Obrigheim bilden das erste von insgesamt acht Ausbaugebieten im gesamten Landkreis. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud ist bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 MBit/s und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

Landrat Dr. Achim Brötel sprach beim offiziellen Start des schnellen Netzes heute (10.) im Hauptgebäude des Landratsamtes von einem Freudentag, auf den viele sehnsüchtig gewartet haben: „Wir haben viel Geld und Zeit investiert. Aber der heutige Tag bestärkt uns mehr denn je, dass unser Modell des kooperativen Ausbaus unter Partnern der richtige für den Kreis ist. Denn das schnelle Internet ist nicht irgendeine Zukunftsvision, sondern es ist da und nutzbar. Das wird Mosbach und Obrigheim, genauso wie nach und nach alle weiteren Ausbaugebiete, weiter voranbringen.“

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Frank Bothe, Leiter der Technik-Niederlassung Südwest, äußerte sich hochzufrieden: „Nach knapp sieben Monaten seit Vertragsunterzeichnung können Tausende Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s erhalten. Dieser schnelle Ausbau war nur durch eine sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, den Kommunen, den verantwortlichen Bauämtern und Verkehrsbehörden möglich. Wir zeigen in Baden-Württemberg eindrucksvoll, wie die Telekom gemeinsam mit dem Landkreis und den Kommunen, den Bürgern schnelle und zuverlässige Breitbandnetze zur Verfügung stellt.“

Laut Bothe zieht die Telekom beim Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis alle technischen Register, um die Kunden zügig mit den hohen Bandbreiten zu versorgen, den Netzausbau gleichzeitig aber auch mit möglichst geringen Einschränkungen durch Baumaßnahmen durchzuführen. So wird der Anteil an Tiefbauarbeiten bestmöglich reduziert. Das gelingt beispielsweise über neueste Verfahren in der Verlegetechnik. So kann etwa an manchen Stellen mithilfe des Horizontalbohrverfahrens bis zu vier Meter tief in der Erde und über eine längere Strecke ein kleiner Tunnel horizontal durchs Erdreich gebohrt werden, um später Kabel einziehen zu können. So müssen keine Gräben ausgehoben werden. Auch beim Einblasen von Glasfasern in vorhandenen Lehrrohre werden die Strecken immer länger.

Auch insgesamt läuft laut Bothe der Netzausbau im Landkreis nach Plan. In den Ausbaugebieten 2 (Billigheim, Haßmersheim, Hüffenhardt, Neckarzimmern) und 3 (Aglasterhausen, Binau, Neckargerach, Neunkirchen, Schwarzach, Zwingenberg, Elztal, Fahrenbach) sei der Tiefbau weit fortgeschritten und teilweise laufe schon der Einbau der neuen Übertragungstechnik in den Vermittlungsstellen und neuen Straßenverteilern. Dort könnten die neuen Anschlüsse voraussichtlich im Frühjahr gebucht werden. Im Bauabschnitt 4 (Waldbrunn und Mudau) habe der Ausbau bereits begonnen und das Ausbaugebiet 5 (Buchen) lässt nicht mehr lange auf sich warten: Dort findet der Spatenstich noch in diesem Jahr statt.

Für Mosbach und Obrigheim hat die Telekom insgesamt 23.053 Meter Glasfaser gelegt und 75 Multifunktionsgehäuse in den Straßen aufgestellt. Dass auch der Ausbau im Neckar-Odenwald-Kreis mit manchen Herausforderungen gespickt ist, machte Bothe an zwei Beispielen deutlich: „Die gute Nachricht ist: Mosbach steht offensichtlich auf festem Grund. Für uns ist es allerdings schlecht, dass hier besonders viele Felsen und Steine unseren Bohrmaschinen das Leben schwer machen. Derzeit ist deshalb eine der großen Maschinen in Reparatur“, sagte er. Außerdem hätten sich viele Leerrohre als schadhaft herausgestellt und erneuert bzw. repariert werden müssen.

Wie groß das Interesse an den schnellen Anschlüssen ist, zeigte sich bei den ersten Infoveranstaltungen in der vergangenen Woche. Ins Mosbacher Rathaus kamen rund 80 Personen und in die Schule in Obrigheim mehr als 100.

Durch eigene Investitionen der Telekom und eine Partnerschaft mit dem Landkreis erhalten insgesamt 65.000 Haushalte im Neckar-Odenwald-Kreis bis Ende 2017 Zugang zum schnellen Internet. Dann werden Anschlüsse bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zur Verfügung stehen. Und das Ende der Fahnenstange ist längst nicht erreicht. Mit Super-Vectoring kann die Bandbreite bereits in zwei Jahren im Festnetz auf bis zu 250 MBit/s gesteigert werden. In Kombination mit dem Mobilfunk sind mit der Hybrid-Technik in der Spitze dann sogar Bandbreiten bis 550 Mbit/s möglich.

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