Solides Hawaii-Rennen für Timo Bracht

Team-Kollegin wurde sensationell Fünfte


_Timo Bracht auf dem Rad durch die Lavawüste auf Big Island/Hawaii. Am Ende konnte der Odenwälder seine eigenen Erwartungen mit dem 28. Rang nicht ganz erfüllen. (Foto: Ingo Kutsche)

Bei ihrem ersten Start bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Big Island (Hawaii) belegte die Finnin Kaisa Lehtonen auf Anhieb einen sensationellen fünften Platz. Teamkollege Timo Bracht erwischte einen seiner schwächeren Tage aber kämpfte bis zum Schluss und belegte einen respektvollen 28. Platz unter den 60 besten Profis der Welt.

Nach ihren Siegen beim Ironman Südafrika und dem Ironman 70.3 Zell am See zählte Kaisa Lehtonen trotz ihrer erst zwei Langdistanzteilnahmen zum erweiterten Favoritenkreis und sie wollte beweisen, dass man auch als Hawaii Rookie eine Top Platzierung erreichen kann.

„Ich erwischte einen schlechten Schwimmstart und fand mich dann schnell in der zweiten großen Gruppe wieder. Daher war meine Schwimmzeit zwar etwas langsamer als geplant aber ich konnte so auch einige Körner sparen,“ beschreibt Lehtonen den Verlauf der ersten Disziplin.

Mit der zehnt schnellsten Radzeit fuhr sich die Finnin in eine aussichtsreiche Position, um beim abschließenden Marathon die Top fünf angreifen zu können.

Auf den ersten Laufkilometern lief die Ironman Südafrika Siegern dann deutlich schneller los als geplant. „Ich konnte einfach nicht anders. Die Zuschauer haben mir so viel Energie gegeben,“ sagt sie lachend. „Glücklicherweise konnte ich mich dann wieder sammeln und mein angestrebtes Tempo laufen.“

Mit einer der schnellsten Laufzeiten erkämpfte sich die Athletin den fünften Platz bei ihrem ersten Stand auf Big Island.

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Timo Bracht ist sehr stolz auf seine Teamkollegin und lobt ihre Professionalität. „Ich habe meine finale Rennvorbereitung zusammen mit Kaisa auf Mallorca absolviert und dort hat sie sehr hart und akribisch gearbeitet. Ich wusste, dass sie in guter Form ist und eine Top Platzierung abliefern kann. Nichts desto trotz war es auch ihr erster Start auf der Insel und es war ungewiss, wie sie mit den Bedingungen zu Recht kommt. Sie hat diese aber vorzüglich gehandelt und sich das Rennen gut eingeteilt. Ich bin davon überzeugt, dass sie die hawaiianische Lava in den kommenden Jahren noch ordentlich zum Glühen bringen wird.“

Bracht selber erwischte einen nahezu perfekten Start in das Rennen und stieg mit nur 40 Sekunden Rückstand zur Spitzengruppe aufs Rad.

„Auf den ersten 50 Kilometern war ich absolut im Soll und konnte den Abstand zur Spitzengruppe recht konstant halten. Leider verlor ich dann den kraftvollen Tritt und in Folge dessen auch sukzessive an Zeit. Das war mental eine sehr schwierige Situation, denn ich war in diesem Tempo gefangen und konnte einfach nicht wieder schneller fahren. Ich brachte das Radfahren dann solide zu Ende und hoffte auf gute Laufbeine,“ beschreibt Bracht ein hartes Radfahren.

Doch auch beim Laufen erwischte der Eberbacher nicht den besten Tag und schlussendlich ging es ihm dann um ein anständiges, respektvolles Finish. „Ich hatte hier schon viele glückliche und großartige Momente. Heute war es einer meiner schwierigsten Rennen. Beim Überqueren der Ziellinie machte sich zuerst Wehmut breit, die dann aber schnell von großer Dankbarkeit und Stolz auf meine Hawaiierlebnisse der letzten 15 Jahren überschattet wurden. Dieses Rennen ist einfach etwas Besonderes und wer hier gewinnt ist zu Recht der neue Weltmeister.“

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