„Zum Kolbe“ bringt Musikern Glück


(Foto: Liane Merkle)
Waidachshof. (lm) Schon traditionell eröffnen sie ihre kleine regionale Tournee im Rhythmus von ein bis zwei Jahren im Besen „Zum Kolbe“, zumindest seit es diesen gibt. „Bisher hat uns das Glück gebracht“, meinten die drei Profimusiker, die als „James Joyce and friends“ immer dann zusammenfinden, wenn der in England beheimatete Ire Deutschland besucht.

Aber es ist nicht nur das „Glück“, sondern ganz einfach die tolle Pub-Atmosphäre bei Irish Stew, Guiness und Kilkenny und das grandiose Publikum, das viel zu dieser Stimmung beiträgt.

Denn kaum hatten James Joyce, Uwe Seitz und Rainer Swoboda zu ihren Instrumenten gegriffen, klatschen die Gäste im „Kolbe“ schon den Takt mit. Es war auch fast unmöglich, sich dem Reiz dieser besonderen Musik der „Dubliners“ „Planxta Jigs“ oder der Northumberland Pipes zu entziehen.

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Und genau diese Musik haben James Joyce and friends perfekt drauf. Wobei das wirklich Einzigartige dieses Trios die Kombination mit den süßen, kleinen Dudelsackpfeifen nach Vorbild der Northumberland Pipes des Sennfelders Uwe Seitz ist. Als einziger Dudelsackbauer Deutschlands, gibt er auch Unterricht auf diesen Instrumenten an der Musikschule Neuenstadt. Und bei Stücken wie „Proudlocks Hornpipe“, „Winshields Hornpipe“, „Winhams Reel“ oder Gigs wie „Jimmy Allen/Bonny Lad und Buttered Peas“ lief er wirklich zur Höchstform auf. Teilweise nur begleitet von Rainer Swobodas Gitarre, und teilweise noch zusammen mit der Mandoline von James Joyce.

Überhaupt spürte man die musikalische Harmonie der drei Musiker, die sich 1974 während des Studiums in Heidelberg kennengelernt haben. Schon damals begeisterte sie Bob Dylan, irische Musik und deutscher Folk.

Inzwischen haben sie eine gute Mischung mitreißender Musik gefunden, mit der sie seit fast 20 Jahren alle ein bis zwei Jahre zusammen durch die Region touren und auf einen ansehnlichen Fanclub stolz sein können. Rainer Swoboda und James Joyce halten das Publikum zusätzlich mit lustiger Moderation sowie einfühlsam aufeinander abgestimmtem Gesang bei Laune, vor allem bei so bekannten Songs wie „I’ll tell me Ma“, Whiskey in the Jar“, „Jesse James“ oder „Molly Malone“, um nur einen kleinen Ausschnitt des abendfüllenden Programms zu erwähnen.

Richard Kolbenschlag und seine Gäste zeigten ihre Begeisterung offen und ließen die drei kaum von der „Besen-Bühne“.

© www.NOKZEIT.de


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