CDU Buchen wählt Delegierte

Wahlkreisvertreterversammlung zur Nominierung des Bundestagskandiaten – MdB Alois Gerig tritt nochmal an

(tn) Die Bundestagswahlen im September 2017 werfen ihre Schatten voraus. Die Mitglieder der CDU im Wahlkreis Odenwald-Tauber haben am 18.11.2016 in der Osterburkener Baulandhalle die Wahl zwischen drei Bewerbern um das Direktmandat im Wahlkreis. Aufgrund des hervorragenden Abschneiden bei den letzten Bundestagswahlen konnte die CDU drei Abgeordnete in den Berliner Reichstag entsenden, die für die Region allesamt einen hervorragenden Job machen. Neben dem direkt gewählten Abgeordneten Alois Gerig sind dies Nina Warken und Margaret Horb. Alle drei haben angekündigt sich erneut um das Mandat bewerben zu wollen.

Aufgrund schieren Größe und Mitgliederzahlen der CDU im Main-Tauber-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis hat sich die Landes-CDU entschlossen, die Wahl des Direktkandidaten im Wege einer Delegiertenversammlung durchzuführen. Die Delegierten sind an Hand der Mitgliederzahlen durch die einzelnen Ortsverbände zu wählen.

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In Buchen hat man dies in einer gemeinsamen Versammlung unter Federführung des CDU Stadtverbands größtenteils gebündelt. So wurden in den Räumen der Hainstadter Lebenshilfe unter Wahlleitung des Kreisgeschäftsführers der CDU im Neckar-Odenwald-Kreis, Jan Inhoff, die Delegierten der Ortsverbände Buchen, Hainstadt, Hettingen und Rinschheim gewählt.

Für Buchen werden Roland Burger, Dr. Achim, Brötel, Clemens Morschäuser, Ralf Schäfer, Theo Häfner, Otto Hemberger, Wolfgang Mackert, Torsten Noe, Ruth Weniger, Dr. Harald Genzwürker, Hubert Henn, Wolfgang Döhling und Leo Heck in Osterburken die Wahl treffen. Für Hainstadt werden Bernd Rathmann, Albert Ulrich und Roldan Pföhler, für Hettingen Kurt Ehmann, Roland Linsler, Gerhard Raab und Friedel Jährling und Für Rinschheim Harald Schäfer ihre Stimme abgeben.

Die Zeit bis zur Auszählung der Stimmen nutzte Bernd Rathmann, als Vorsitzender der Lebenshilfe Buchen und damit auch Hausherr die Gelegenheit, die segensreiche Arbeit der Lebenshilfe Buchen und Umgebung und die Räumlichkeiten in Hainstadt vorzustellen.

„JEDER gehört dazu und es ist NORMAL VERSCHIEDEN zu sein“ – Dieses Leitmotiv lebt die Lebenshilfe Buchen. Inklusion ist hier kein Fremdwort oder eine Worthülse. Das Team der Lebenshilfe bietet in den hervorragend ausgestatteten Räumlichkeiten in Hainstadt vielfältige Arbeitskreise und Treffs für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Freunde und Angehörige an. Neben dem Sonntagstreff, Yoga, Erwachsenenbildung sind sicherlich die Musikgruppen Rondo und Happytones die Aushängeschlider, die die Lebenshilfe Buchen mit Ihrer Musik und dem Spaß am gemeinsamen musizieren weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht haben.

Höhepunkt war vor einigen Tagen das ausverkaufte Jubiläumskonzert 10 Jahre Happytones am 23.10.2016 in der Hainstadter Mehrzweckhalle in Kooperation mit dem Streicherensemble des Eckenberg-Gymnasiums Adelsheim, dem Musikverein Hainstadt und dem Zwibbelclub 2.0 aus Buchen. Ganz besonders wies Bernd Rathmann darauf hin, dass die Räumlichkeiten auch für Tagungen anderer Organisationen und zur privaten Nutzung zur Verfügung stehen, auch behindertengerechte Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden.

Bei Interesse und Fragen steht die Geschäftsstelle der Lebenshilfe Buchen unter 06281/5657864 gerne zur Verfügung. Im Anschluss konnten die Mitglieder die Räumlichkeiten unter profunder Führung von Bernd Rathmann in Augenschein nehmen.

Nach Abschluss der Wahlen bedankte sich Stadtverbandvorsitzender Ralf Schäfer bei Bernd Rathmann und erinnerte an die Veranstaltung „Krankenhäuser im ländlichen Raum“ am 23.11.2016 im Krankenhaus Buchen und den Treff zwischen den Jahren mit dem traditionellen Jahresrückblick , der dieses Jahr aus terminlichen Gründen erst am 10.01.2017 im Reichsadler stattfinden wird, bevor er die Wahlversammlung schloss.


Im unmittelbaren Anschluss informierte MdB Alois Gerig über die aktuellen politischen Begebenheiten in Berlin. Deutschland sei in jeder Hinsicht gut aufgestellt – sei es das Wirtschaftswachstum, der Arbeitsmarkt und auch die persönliche Lage des Einzelnen, noch nie ist es den Menschen in diesem Land so gut gegangen wie jetzt – allein die subjektive Wahrnehmung ist eine andere. Populisten ziehen durch das Land und machen sich diese Stimmung zu eigen.

Sicher habe die CDU-geführte Regierung beim alles beherrschenden Flüchtlingsthema in den letzten Monaten nicht alles richtig gemacht und mancher Fehler im System, den man erst später festgestellt habe, musste man im Rahmen der Asylpakete I und II heilen. Aber der Handlungsbedarf wurde erkannt und man habe gehandelt, mit Maßnahmen, die greifen, so Gerig.

In der Opposition sei es leicht, Forderungen aufzustellen und nahezu Unmögliches zu verlangen. Als Partei in der Verantwortung müsse man aber auch die internationalen Beziehungen und die humanitäre Verpflichtung mit in die Erwägungen mit einbeziehen. Sicher könne und werde Deutschland nicht jeden aufnehmen. Allerdings genüge es nicht, nur lauthals zu fordern, vielmehr müsse man durch verantwortungsvolle Politik dafür Sorge tragen, den Menschen ein Verbleib in der Heimat zu ermöglichen, betonte der Wahlkreisabgeordnete.
Um nicht weiterhin den Populisten in die Hände zu spielen, sei es an der Zeit, die Querelen innerhalb der christlichen Parteien zu beenden.

Alois Gerig hätte sich hierzu deutliche Worte der beiden Protagonisten Merkel und Seehofer gewünscht. Mit Blick auf die Querelen zum Handelsabkommen CETA – im Übrigen eines von bisher 120 bestehenden Abkommen mit ähnlichem Inhalt – erinnerte Gerig daran, dass es zum Großteil der EU und der bisherigen Politik zu verdanken sei, dass es auf diesem Kontinent nunmehr 70 Jahre Frieden und Wohlstand gebe. Dies dürfe man nicht einfach aufs Spiel setzen. Eine kritische Begleitung von politischen Themen sei wichtig, gleichwohl müsse alles politische Handeln aber auf gegenseitigem Vertrauen fußen.

Mit einem kurzen Abriss zu seiner Motivation, sich nochmals um das Mandat als Bundestagsabgeordneter zu bewerben, um die Region weiter voran zu bringen und dem Dank für die vielfältige Unterstützung und das Vertrauen schloss MdB Alois Gerig.

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