Seckach: Gemeinderat will Naturpark-Markt

Zweiter Bauabschnitt Wasserversorgung soll 970.000 Euro kosten – Bühnennutzer können mitentscheiden – Brennholz wird billiger


​Roland Bangert bei den Erläuterungen der Bühnenschäden. (Foto: Liane Merkle)
Seckach.  (lm) Die 2. Ausbaustufe der Seckacher Wasserversorgungskonzeption beinhaltet den Bau einer Wasserleitung von der Industriestraße bis zur Heinrich-Magnani-Straße/Kreuzung Hesselweg und die Planung dazu wurde bereits im April vom Ingenieurbüro Fritz Planung aus Bad Urach vorgestellt und für 970.000 Euro veranschlagt.

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Nachdem die erforderlichen Genehmigungen zur notwendigen Querung der Gewässer, der Bahnhofstraße und der Bahnlinie vorliegen, beschloss das Seckacher Gemeinderatsgremium in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig, das Ingenieurbüro Fritz Planung mit der Baugrunderkundung inkl. geologischer Auswertung zum Preis von 35.025 Euro zu beauftragen. Diese Maßnahme, die auch bis zu 20 Meter tiefe Bohrungen inkl. Probenahmen, Nebenleistungen, geologische Auswertung und die Übergabe der Daten enthält, ist erforderlich damit man die Horizontalspülbohrungen zur Leitungsverlegung im genannten Bereich planen und ausschreiben kann.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die defekte Bühnenerweiterung in der Seckachtalhalle, über die sich der Gemeinderat bereits bei einer Vor-Ort-Begehung informiert hatte. Die möglichen Sanierungsarten waren jedoch erst noch den betroffenen Nutzern in der örtlichen Vereinslandschaft vorgestellt worden, die man in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen will.

Die Vorbühne war im Frühjahr beim Öffnen heruntergefallen, wobei sich der Rahmen verzogen hatte. Ein „Notreparatur“ war erfolgt, doch nun lässt sich die Bühne nur mit sehr viel Kraft ausbauen. Bautechniker Roland Bangert stellte vier Varianten der Schadensbehebung vor: Für rd. 16.500 Euro könnte eine umfassende Reparatur der Klappbühne in Verbindung mit einer neuen sicheren Verriegelung erfolgen. Für rd. 36.000 Euro könnte die komplette Erneuerung der Klappbühne erfolgen und ein Rückbau der vorhandenen Klappbühne mit Kauf von vier mobilen Bühnenelementen, die bei Bedarf mit der Bühne verschraubt werden käme auf rd. 15.700 Euro. Da ein solches passendes Bühnenelement ca. 75 Kilogramm wiegen würde schlug die Verwaltung den Rückbau der vorhanden Klappbühne vor und dann den Kauf von vier passenden Füßen für vier der vorhandenen 29 mobilen Bühnenteile der Schulen für Kosten in Höhe von rd. 12.000 Euro.

Doch das Treffen mit den Vereinen hatte gezeigt, dass die Meinungen hier stark auseinandergehen und sich die Vereine mit keiner dieser Varianten anfreunden konnten. Aus diesem wurde die Verwaltung nun aus haftungsrechtlichen Gründen mit dem Rückbau der klappbaren Vorbühne nach den Theateraufführungen 2017 beauftragt, um die Unfallgefahr zu beseitigen. Bis dahin dürfen nur Vereine mit speziell verantwortlichen Personen die Klappbühne bedienen und benutzen, die einzige Alternative dazu wäre die komplette Sperrung der Bühne.

Welche Variante an Bühnenerweiterung dann greifen wird, ergibt sich aus weiteren Kostenprüfungen und Besprechungen mit den Vereinen.

Weiter beschloss der Gemeinderat auf Empfehlung von Kämmerer André Kordmann für das Rechnungsjahr 2015 im Verwaltungshaushalt Haushaltsausgabereste in Höhe von 73.100 Euro und im Vermögenshaushalt Haushaltsausgabereste in Höhe von 1.775.900 Euro und Haushaltseinnahmereste in Höhe von 1.376.800 Euro zu bilden. Überwiegend handelt es sich um Gelder von Maßnahmen die im vergangenen Jahr begonnen, aber nicht abgehandelt worden sind.

In Abstimmung mit der Geschäftsstelle des Naturparks Neckartal-Odenwald will die Gemeinde Seckach am Sonntag 28. Mai 2017 – voraussichtlich rund um das Großeicholzheimer Wasserschloss einen Naturparkmarkt organisieren, der erfahrungsgemäß allen einheimischen und regionalen Direktvermarktern eine hervorragende Gelegenheit bietet, sich und ihre Produkte der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Da der Gemeinde Seckach viel daran liegt, die Strukturen in der Direktvermarktung zu stärken und zu fördern, sollen entsprechende Aufrufe zur Teilnahme in den nächsten Wochen im Mitteilungsblatt einladen, nachdem auch der Gemeinderat die Ausrichtung dieses Naturparkmarktes befürwortet hatte. Die Kosten dafür sind im Haushaltsplan 2017 einzustellen.

Angesichts sinkender Preise beim Industrieholz, eines sehr niedrigen Ölpreises und eines geringeren Brennholzbedarfs auf von zwei milden Winter stimmte das Gremium einer Senkung der Brennholzpreise auf Rat der Forstbetriebsleitungen im Neckar-Odenwald-Kreis zu. Demnach wurde für den kommenden Wintereinschlag 55 Euro je Festmeter Brennholz lang gerückt am Weg, und 65 Euro je Raummeter für Sterholz festgelegt.

Abschließende gab Bürgermeister Ludwig bekannt, dass die Verwaltung inzwischen dem Auftrag des Gemeinderats aus der letzten Sitzung nachgekommen sei und die Firma Lintz & Hinninger aus Mosbach mit der Tieferlegung des bestehenden Mischwasserkanals beim „Lammareal“ zum Angebotspreis von 175.757 Euro beauftragt hat. Damit liegt man rd. 6.700 Euro über der Kostenberechnung.

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