Ärztlicher Notdienst im Neckar-Odenwald-Kreis

Neuregelung ab 07. November – Künftig am Klinikstandord

Mosbach. (pm) Ab 07. November 2016 wird der ärztliche Notdienst im Neckar-Odenwald-Kreis neu geregelt. Die Notfallpraxis in Mosbach zieht von der Sulzbacher Straße in den Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken, in Buchen wird die Notfallpraxis, die bisher auf dem Gelände der Klinik angesiedelt war, direkt in die Räume des Standorts ziehen.

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Für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Johannes Fechner, ist damit ein weiterer wichtiger Schritt in der Reform des Bereitschaftsdienstes in Baden-Württemberg vollzogen. „Ziel unserer Notfalldienstreform war es von Anfang an, unsere Notfallpraxen in den Räumen der Krankenhäuser anzusiedeln, weil wir damit die beste Verknüpfung zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung erreichen. Denn damit entlasten wir die Notfallambulanzen der Krankenhäuser und können die vorhandenen Strukturen gemeinsam nutzen. Daher versuchen wir auch dort, wo es zwar schon eine Notfallpraxis gibt, sie aber noch nicht im Krankenhaus angesiedelt ist, Schritt für Schritt in die Räume der Kliniken zu wechseln.“

Für den Aufsichtsratsvorsitzenden der Neckar-Odenwald-Kliniken Landrat Dr. Achim Brötel verbessert sich durch den Wechsel in die Krankenhäuser die Versorgung der Patienten. „Die Patienten haben künftig nur noch jeweils eine Anlaufstelle, da die Notfallpraxen der niedergelassenen Ärzte räumlich direkt neben den zentralen Notaufnahmen der Krankenhäuser liegen. Die Patienten müssen daher in der Nacht und an den Wochenenden und Feiertagen nicht mehr überlegen, ob der niedergelassene Arzt oder das Krankenhaus die richtige Adresse für ihre Beschwerden ist, sondern fahren einfach ins Krankenhaus und werden dort entsprechend ihrer Beschwerden versorgt.“

Der Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken, Norbert Mischer, sieht in dem Umzug ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten. „Als Klinik haben wir seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten. Wir freuen uns, dass wir nun auch im Bereich des Notfalldienstes enger zusammenarbeiten, weil wir für das Klinikum hier wesentliche Vorteile sehen. Wir waren daher gerne bereit, die Notfallpraxis einzurichten, bzw. in Buchen in unserem neuen Patientenzentrum anzusiedeln.“

Der ärztliche Leiter der Notfallpraxis in Mosbach, Dr. Rainer Schöchlin, begrüßt die neue Praxis in der Klinik. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Klinik. Uns erleichtert die unmittelbare Nähe zur zentralen Notaufnahme die Arbeit, da die Kollegen in der Klinik für uns in der Nacht die Dienste übernehmen. Wir niedergelassenen Ärzte werden dadurch entlastet. Dadurch können wir einen wichtigen Standortnachteil bei den jungen Medizinern ausgleichen.“ Sein Kollege Dr. Gunther Leibfried, verantwortlich für die Notfallpraxis Buchen, ergänzt: „Die Versorgung der Patienten wird für uns einfacher, wenn wir die Infrastruktur des Krankenhauses mitnutzen können. Wir waren in Buchen zwar bislang schon auf dem Gelände des Klinikums, aber für eine Röntgenaufnahme oder eine Laboruntersuchung waren wir dann doch zu weit weg.“

Adresse und Öffnungszeiten

Die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte befindet sich in Mosbach direkt in den Räumen der Neckar-Odenwald-Kliniken.

Geöffnet hat die Notfallpraxis Mosbach:

  • Mo, Di, Do, Fr: von 19:00 bis 22:00 Uhr
  • Mittwoch: von 13:00 bis 22:00 Uhr
  • Samstag, Sonntag, Feiertag: von 08:00 bis 22:00 Uhr

Die Notfallpraxis Buchen ist in den Räumen der Neckar-Odenwald-Kliniken in der neuen Zentralen Patientenaufnahme angesiedelt.

Geöffnet hat die Notfallpraxis Buchen:

  • Freitag: Die Öffnungszeiten werden noch festgelegt
  • Samstag, Sonntag, Feiertag: von 08:00 bis 22:00 Uhr

Zusätzlich zur Notfallpraxis sind Ärzte im Fahrdienst eingeteilt und nehmen Hausbesuche vor, falls dies medizinisch notwendig ist und die Patienten nicht selbst in die Notfallpraxis kommen können.

Telefonisch zu erreichen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der kostenfreien Rufnummer 116117. In lebensbedrohlichen Situationen, insbesondere bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei starken Blutungen oder Bewusstlosigkeit unbedingt den Rettungsdienst unter der 112 anrufen.

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1 Kommentar

  1. Was ein ausgemachter Schwachsinn … Herr Fechner entlastet die Krankenhausambulanzen und deren Ärzte wiederum entlasten den hausärztlichen Notdienst? Alle werden entlastet? Wie funktioniert so was? Leidtragende werden letztendlich wieder die Patienten sein. Übervolle Notfallambulanzen und überlastetes Personal … bleibt zu hoffen, dass wirkliche Notfälle dabei nicht zu kurz kommen. Traurig, dass im deutschen Gesundheitswesen nur noch eingespart wird.

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