Leitstellenkonzeption auf dem Prüfstand

Georg Nelius: „Plant die Landesregierung eine Einschränkung des Rettungsdiensts durch die Hintertür mittels Zentralisierung?“ – Brief an Innenminister Strobl

(pm) Mit einem Brief an Innenminister Strobl hat der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius den Nutzen der von der Landesregierung geplanten Leitstellenkonzeption für Feuerwehr und Rettungsdienst hinterfragt.

„Was verspricht sich die Landesregierung von einer neuen Leitstellenkonzeption? Der Rettungsdienst funktioniert doch einwandfrei. Verbessert diese Konzeption die Leistungen für die Menschen im ländlichen Raum?“, erklärte der Abgeordnete und warf die Frage auf, ob im Gefolge der so genannten Leitstellenkonzeption ganz einfach der Rettungsdienst aus wenigen Zentren gesteuert werden solle, was seine Wirksamkeit unweigerlich erheblich beeinträchtigen würde.

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Im Zusammenhang mit der geplanten landesweiten Leitstellenkonzeption herrscht bei vielen Beteiligten die Besorgnis, dass diese allein das Ziel habe, Kosten einzusparen.

„Ich warne nachdrücklich vor einer Zentralisierung der Rettungsleitstellen“, schreibt der Abgeordnete, da es aus Sicht der Bewohner des Neckar-Odenwald-Kreises im Ländlichen Raum ganz entscheidend auf die Ortskenntnis der Disponenten in den Rettungsleitstellen ankommt. Sind die Disponenten nicht mehr vor Ort, sondern in einer weit entfernten Großleitstelle, bestünde unweigerlich eine erhebliche Gefahr von Fehldispositionen. Auch die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen sei dadurch gefährdet.

Unterstützung erhielt seine Position auch durch den Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, wo in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in den Rettungsdienst investiert wurden.

Georg Nelius: „Es ist nicht verantwortbar, Gesundheit und Leben von Unfallopfern aus wirtschaftlichen Gründen durch eine Zentralisierung von Rettungsleitstellen zu gefährden.“

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