Seckach: Hallenbad-Eintritt wird teurer

Investitionskostenzuschuss für den SV Großeicholzheim – Gemeinderat will neue Bauplätze – Jahresabschluss Wasserversorgung –


Sportheim Großeicholzheim wird saniert. (Foto: Liane Merkle)
Seckach. (lm) Der SV Großeicholzheim erhält von der Gemeinde Seckach im kommenden Jahr einen Investitionszuschuss in Höhe von 23.670 Euro. So ein Beschluss des Gemeinderates auf seiner jüngsten öffentlichen Sitzung. Zusammen mit der Förderung durch den Badischen Sportbund in gleicher Höhe sollen diese finanziellen Zuwendungen dazu verwendet werden, im vereinseigenen Sportheim, das zuletzt 1971 erweitert und modernisiert worden war, einige dringend notwendige Sanierungsarbeiten durchzuführen. So soll die Sanierung der Sanitäranlagen und des Wasserleitungssystems – die als besonders dringend anstehen, eine Erneuerung der Elektroinstallationen, und nicht so dringend die Erneuerung von Türen und eine energetische Renovierung der Außenfassade auf der Agenda stehen. Die Kosten für die komplette Maßnahme belaufen sich auf rd. 140.000 Euro inklusive Eigenleistungen in Höhe von 20.000 Euro. Thomas Kegelmann erläuterte in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des SV Großeicholzheim die Details seines Antrages und räumte ein, dass die energetischen Maßnahmen mit rd. 40.000 Euro noch zurückgestellt werden könnten.

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Um im Ortsteil Seckach im Bereich „Steinigäcker/Gänsberg“ weitere Wohnbauplätze schaffen zu können, beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro IFK aus Mosbach mit der Erstellung eines Bebauungsplanes für rd. 75.000 Euro. Die Gemeinde Seckach verfügt im Ortsteil Seckach derzeit nur noch über einen Bauplatz in der Heinrich-Magnani-Str. 2. Im Baugebiet „Steinigäcker/Gänsberg“ wurden hingegen in diesem Jahr die letzten gemeindeeigenen Bauplätze verkauft, womit alle 44 Bauplätze dieses ersten Bauabschnittes, der im Jahr 2000 fertig gestellt wurde, veräußert sind. Da zum Jahresende 2016 auch das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Seckach II“ ausläuft und bereits fünf Interessenten für einen Bauplatz im Ortsteil Seckach auf der Warteliste stehen, sei es notwendig, weitere Wohnbauplätze zu erschließen, so die Verwaltungsvorlage.

Der neue Bebauungsplan umfasst gem. den Erläuterungen von Bautechniker Roland Bangert eine Fläche von rd. 7,9 ha. Beauftragt wurde das o.a. Ingenieurbüro auch mit der Erstellung eines Bebauungsplanes für die Schaffung von Gewerbeflächen im Ortsteil Großeicholzheim durch eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes „Röhrig“. Im rechtsgültigen Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbandes „Seckachtal“ sei für Erweiterungen des örtlichen Gewerbes in Großeicholzheim eine Fläche von 3,7 ha im Bereich des Grabenweges vorgesehen. Die Kosten für eine Erstellung des Bebauungsplanes wurden mit rd. 35.000 Euro berechnet.

In einem weiteren Tagungsordnungspunkt beschloss das Gremium aufgrund der gestiegenen Unterhaltungskosten im Betrieb des Hallenbades nach elf Jahren Preisstabilität eine moderate Neufestsetzung der Eintrittspreise, die mit Wirkung zum Januar kommenden Jahres in Kraft treten sollen. Beschlossen wurden folgende Einzelpreise: Erwachsene Bad 3,50 Euro, Jugendliche Bad 2 Euro, Erwachsene Sauna und Bad 10 Euro, Jugendliche Sauna und Bad 7,50 Euro, dafür würde die Rabattierung der Mehrfachkarten acht für Zehn bzw. 15 für 20 Karten ausfallen und die Stammkunden belohnen.


Festgestellt wurde auch der Jahresabschluss 2015 des Eigenbetriebs „Wasserversorgung Seckach“ mit einer Bilanzsumme von 2.325.153 Euro. Der Jahresgewinn beläuft sich nach Aussage von Kämmerer André Kordmann auf 9.914 Euro, was allerdings ein Rückgang um 8.978 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf (einschließlich Bauwasser) stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18.942 Euro auf 478.713 Euro an, was auf einen Anstieg um 8.799 Kubikmeter erhöhte Wasserverkaufsmenge zurückzuführen ist. Der Schuldenstand lag zum Ende des Jahres 2015 bei 1.633.846 Euro und das Eigenkapital betrug zum Beginn des Rechnungsjahres 222.963 Euro. Mit 8.773 Kubikmeter verkauftem Wasser bedeutet dies eine Rekordwasserverkaufsmenge gegenüber dem Jahr 2010. Im Wirtschaftsjahr 2015 seien Steuerrückstellungen in Höhe von 1.942 Euro gebildet worden.

Abschließend der umfangreichen Tagesordnung ermächtigte der Gemeinderat Bürgermeister Thomas Ludwig die jeweiligen Optionserklärungen zur weiteren Anwendung des bisherigen Umsatzsteuergesetzes für sämtliche nach dem 31.12.2016 und vor dem 01. Januar 2021 ausgeführten Leistungen für die Gemeinde Seckach, die Jagdgenossenschaft Seckach und die Stiftung König-Klinge bis zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Finanzamt Mosbach abzugeben.

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