Kriegerdenkmal Schollbrunn mit Stiftungsmitteln saniert

Franz- und Gertrud-Schenzinger-Stiftung unterstützt Waldbrunn


Unser Bild zeigt Bürgermeister Markus Haas (2.v.li.) mit Ortsvorsteher Alexander Helm (2.v.re.), Gemeinderätin Elisabeth Diemer und Ortschaftsrat Martin Sigmund (li.) vor dem sanierten Ehrenmal in Schollbrunn. (Foto: Hofherr)
Schollbrunn. Wieder einmal durfte sich die Gemeinde Waldbrunn und ganz besonders der Ortsteil Schollbrunn über die großzügige Unterstützung der Franz- und Gertrud-Schenzinger-Stiftung freuen. Dank einer Spende in Höhe von 1.500 Euro konnte das Kriegerdenkmal in der Dorfmitte rechtzeitig vor dem Volkstrauertag mit neuen, goldenen Buchstaben versehen werden, sodass die Namen der Toten aus den beiden Weltkriegen nun auch für die Nachwelt wieder gut zu lesen sind. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3.750 Euro.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Alexander Helm, Gemeinderätin Elisabeth Diemer und Ortschaftsrat Martin Sigmund machte sich Bürgermeister Markus Haas dieser Tage selbst ein Bild vom sanierten Gedenkkreuz.
Er erläuterte kurz den Hintergrund der Unterstützung und versprach, dem Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Alexander Ganter, das Dankeschön aus Schollbrunn zu übermitteln. Auch Gemeinderat Jan Inhoff gilt es zu danken, hat doch er den ersten Kontakt zur Stiftung hergestellt, sodass bereits vor zwei Jahren das Kriegerdenkmal in Mülben saniert werden konnte (NZ berichtete).

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Bürgermeister Haas hob außerdem hervor, dass es auch über 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs, als großer europäischer Tragödie, wichtig ist, sich im Gedenken an die vielen Opfer der beiden Weltkriege, für den Frieden einzusetzen. Auch wenn Waldbrunn seit sieben Jahrzehnten keine Gewalt mehr erlebt habe, seien die Auswirkungen doch nicht zuletzt durch die Flüchtlinge auch auf dem Winterhauch immer präsent.
Waren es nach 1945 Menschen aus Schlesien, der Sowjetunion, Rumänien, Ungarn, Ostpreußen etc., in der 70- und 80-er Jahre die sogenannten Boat-People aus Vietnam, später in den 90ern die Opfer von Bürgerkrieg und Völkermord aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, bis heute mit den Neubürgern, die vor Gewaltherrschaft, Krieg und Terror aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, aber auch aus den afrikanischen Diktaturen Eritrea, Gambia, Somali auch in den Odenwald geflohen, und dort Frieden und Heimat gefunden hätten.
Daher sei es auch für die Gemeinde Waldbrunn immer ein Anliegen, die Denkmäler in den Ortsteilen der Nachwelt zu erhalten und damit für Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte zu demonstrieren.

Die Franz- und Gertrud-Schenzinger-Stiftung geht auf die tiefgläubigen Ehegatten Franz und Gertrud Schenzinger zurück, die selbst Opfer von Krieg und Vertreibung waren. Mit der Stiftung sollen neben Kriegerdenkmalern wie in Schollbrunn auch die Belange von Heimatvertriebenen und der katholischen Kirche unterstützt werden. So wurde in der Vergangenheit bereits die Fatima-Grotte in der Pfarrkirche St. Maria in Strümpfelbrunn und das Denkmal in Mülben mit einer Spende der Stiftung bedacht. Die jährliche Mittelvergabe wird auf Antrag von einem Kuratorium vorgenommen.

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