Kulturkommode stellt Jahresprogramm vor

Abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe aus Kabarett, Musik und Film –

von Martin Hammer


(Foto: Christian Debüt)

Osterburken. Mehr als 130 Veranstaltungen haben die Verantwortlichen der Kulturkommode Osterburken seit der Vereinsgründung im Jahr 1997 mit viel Einsatz und Idealismus geplant und durchgeführt. Kultur führt Menschen zusammen und so haben sich erfreulicherweise im Laufe der Zeit viele Freunde und Förderer angeschlossen, um als Vereinsmitglieder am Programm mitzuwirken, finanziell zu unterstützen oder tatkräftig bei der Durchführung der Veranstaltungen zu helfen. Mit einem breit gefächerten Konzert-, Film- und Kabarettprogramm will die Kulturkommode ihre Besucher teilhaben lassen an den vielen künstlerischen Schätzen, die das Leitungsteam mit viel Enthusiasmus und Vorfreude entdeckt, recherchiert und gesichtet hat. In der mittlerweile zwanzigsten Kulturkommode-Saison darf man sich also einmal mehr auf ein Programm freuen, das von Kabarett (Stefan Waghubinger, Christine Prayon, Schwarze Grütze) über Musik (Broom Bezzums, Jule Malischke & Stephan Bormann) bis hin zu einem ungewöhnlichen Abend mit Filmen von Stan Laurel & Oliver Hardy eine gewohnt niveauvolle und unterhaltsame Kleinkunst-Auswahl bietet.

Werbung
Den Auftakt des Jahresprogramms macht am Samstag, 11. März, im Saal der Alten Schule der Kabarettist Stefan Waghubinger. Sein aktuelles Programm „Außergewöhnliche Belastungen“ ist ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens. Seine grandiosen Wortspielereien, seine meilenweiten Gedankensprünge machen vor nichts und niemandem Halt. Waghubinger legt den Finger tief in die Wunde, allerdings ohne ernsthaft zu verletzen. Dabei übt er sehr wohl beißende Kritik an der Raffgesellschaft und ist durchgängig hochpolitisch – und trotzdem kein bisschen besserwisserisch oder missionarisch sondern einfach nur auf hohem Niveau wahnsinnig komisch. Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt bereits am 12. Februar.

„Broom Bezzums“, eine der derzeit aufregendsten und originellsten Folkbands in Deutschland, präsentiert am 8. April, ebenfalls in der Alten Schule, ihren mitreißenden „Entertaining Folk“. Mit ihrer zeitgenössischen Interpretation von Folkmusik haben Mark Bloomer und Andrew Cadie bereits dreimal den Deutschen Rock & Pop Preis gewonnen. Die beiden Energiebündel zelebrieren eine energische, unterhaltsame und musikalisch aufregende Bühnen-Show mit viel Witz und einem unerwartet großen Instrumentarium. Sie berühren gleichzeitig das Herz, stimmen nachdenklich und laden zum Tanzen ein. Dabei präsentieren sich die Jungs von „Broom Bezzums“ als geborene Entertainer. Sie singen aus dem Herzen und spielen aus der Seele – darum springt der Funke auf jeden Zuschauer bis zur letzten Stuhlreihe über.

(Foto: Roland Soldi)
Ein ungewöhnlicher Kino-Abend mit Werken von Stan Laurel und Oliver Hardy folgt am 3. Juni im Marc-Aurel-Saal des Römermuseums. Obwohl die Popularität des wohl beliebtesten Komiker-Duos der Schwarz-Weiß-Ära nach wie vor ungebrochen ist, sind „Dick und Doof“ heute leider nur allzu selten auf großer Leinwand zu sehen. Das will der Journalist und Autor Christian Blees mit seinem ebenso informativen wie unterhaltsamen Programm „Ein Abend mit Laurel & Hardy“ ändern. Unter dem Motto „Laurel & Hardy und die Kunst der Zerstörung“ präsentiert der Berliner vier komplette, herausragende Kurzfilme. Ergänzt werden diese durch Hintergrundinformationen, Anekdoten sowie interaktive Elemente – kurzum: ein Abend, an dem garantiert kein Auge trocken bleibt!

Nach der Sommerpause ist Jule Malischke am 16. September zu Gast in der Alten Schule. Die in Heidenheim geborene Musikerin versteht es dank ihrer einzigartigen Ausstrahlung, das Publikum binnen Sekunden in ihren Bann zu ziehen. Mit ihrer wundervollen Stimme, originellen Gitarrenbegleitung und charmanten Ansagen sorgt sie für unvergessliche Konzerte. Im weitesten Sinne lässt sich ihre Musik dem Singer/Songwriter-Genre zuordnen, wobei Einflüsse von Jazz und Pop unverkennbar sind. Ihre zumeist selbst komponierten Songs, deren Texte die persönlichen Erfahrungen der jungen Liedermacherin widerspiegeln, präsentiert sie mit großer Leidenschaft. Begleitet wird sie vom herausragenden Gitarristen Stephan Bormann, der in Osterburken seit seinem begeisternden Auftritt mit dem „Cristin-Claas-Trio“ noch in bester Erinnerung sein dürfte.

Ein kabarettistisches Highlight folgt am Samstag, 7. Oktober, ebenfalls in der Alten Schule mit Christine Prayon und ihrem Programm „Die Diplom-Animatöse“. Die Trägerin des „Deutschen Kabarettpreises“ und des „Prix Pantheon“, dem Fernsehpublikum nicht zuletzt als Birte Schneider aus der ZDF heute-show bekannt, wird sich auch diesmal wieder nicht festlegen, ob es sich hier um Kabarett, Comedy oder eine Heizdeckenverkaufsveranstaltung handelt. Hauptsache absurd und ohne Chansons. Auf dem Höhepunkt ihrer Animatösenkarriere verrät uns Prayon endlich, wer sie wirklich ist, welche seltene Krankheit sie hat, ob es den deutschen Humor gibt und wenn ja, warum nicht. Wer Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen sucht, wird sie hier finden. Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt am 18. September.

Zum Ende des Jahresprogramms 2017 stimmt uns das Duo „Schwarze Grütze“ am 25. November in der Alten Schule mit „Endstation Pfanne, was bleibt ist eine Gänsehaut“ auf ihre ganz eigene, schwarzhumorige Art auf die Adventszeit ein. Bei ihren beiden bisherigen Auftritten in Osterburken hinterließen die Potsdamer Musikkabarettisten jeweils ein begeistertes Publikum. Ganz ohne weihnachtlichen Kitsch machen Stefan Klucke und Dirk Pursche nun auch in ihrem Weihnachtsprogramm das, was sie am besten können: Sie erzählen und singen bitterböse und zum Schreien komische Geschichten rund um das Fest. Selten wurde uns auf der besinnungslosen Jagd nach der Besinnlichkeit so hochintelligent wie witzig der Spiegel vorgehalten.


(Foto: Josua Waghubinger)
Karten für die beiden Kabarett-Veranstaltungen mit zuvor auch in der Tagespresse angekündigtem Vorverkauf sind über das Bürgerbüro der Stadt Osterburken (Telefon 06291/401-0) sowie über die E-Mail-Adresse vorverkauf@kulturkommode.de erhältlich. Als Geschenkidee wird weiterhin der Kulturkommode-Gutschein angeboten, welcher über die E-Mail-Adresse info@kulturkommode.de bestellt werden kann. Weitergehende Informationen über die Kulturkommode Osterburken und die einzelnen Veranstaltungen nachzulesen gibt es in den demnächst ausliegenden Programmheften und im Internet unter www.kulturkommode.de.

Infos im Internet:

www.kulturkommode.de

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: