Der Arbeitsmarkt im Januar 2017

Winter lässt Arbeitslosigkeit vorübergehend steigen – Arbeitsmarkt profitiert im Jahresvergleich von guter konjunktureller Lage**

_(aa) _Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk auf 11.754 gestiegen. Das sind 1.021 mehr als im Dezember 2016. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, stieg von Dezember auf Januar um 0,3 Prozent auf aktuell 3,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,9 Prozent.

Ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit zum Jahresanfang ist üblich. Ein Grund ist, dass in vielen Branchen wie im Bau- und Baunebengewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau Mitarbeiter in den Wintermonaten vorübergehend entlassen werden. „Dieser witterungsbedingte Anstieg liegt auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr“, führt Thekla Schlör, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, an.

Werbung
Üblicherweise schlagen auch das Auslaufen befristeter Arbeitsverhältnisse und Kündigungen zum Quartalsende zu Buche. „Durch die gute konjunkturelle Lage mussten sich im Januar diesen Jahres weniger Menschen arbeitslos melden als im ersten Monat des letzten Jahres. Die Unternehmen zeigen, indem sie weniger Verträge kündigen oder auslaufen lassen, dass sie ihre Mitarbeiter auch weiterhin zur Auftragserledigung brauchen. Die Arbeitslosigkeit ist deshalb im Jahresvergleich insgesamt zurückgegangen“, erklärt die Agenturleiterin.

Die gute Beschäftigungssituation zeigt sich bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. Insgesamt waren im Januar 5.982 offene Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das sind 489 weniger als im Vormonat, doch 990 mehr als im Januar 2016. Arbeitgeber haben im Januar dem Arbeitgeberservice 1.130 neue Stellen gemeldet.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent). Es wurden im Januar 3.896 Arbeitslose gezählt, 320 mehr als im Dezember, 18 weniger als im Vorjahresmonat. 1.155 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 837 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit .
Arbeitgeber haben 365 Stellenangebote gemeldet (Januar 2016: 410). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.008, 32,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent (Vormonat 3,2 Prozent). Es wurden im Januar 1.933 Arbeitslose gezählt. Das sind 99 Menschen mehr als im Dezember, jedoch 154 weniger als im Vorjahresmonat. 551 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 450 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben165 Stellenangebote im Januar aufgegeben (Januar 2016: 179). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.140, 23,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,5 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im Januar waren 2.609 Menschen arbeitslos gemeldet, 261 mehr als im Vormonat, 75 weniger als im Januar 2016. 819 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 561 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 385 Stellenangebote gemeldet (Januar 2016: 432). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.972, 21,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 4,2 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Es waren im Januar 3.316 Menschen arbeitslos gemeldet, 341 mehr als im Vormonat. 902 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 562 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 215 Stellenangebote gemeldet (Januar 2016: 181). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 862.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5.489 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 6.265.*
Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 46,7 Prozent.

Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Januar 2.005 Arbeitslose registriert (Dezember: 2.059). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.891 Arbeitslose (Dezember: 1.517).

Von den 1.933 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 868 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Dezember: 916). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Januar 1.065 Arbeitslose registriert (Dezember: 918).

Von den 2.609 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.202 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Dezember: 1.201). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.407 Arbeitslose registriert (Dezember: 1.147).

Beim Jobcenter im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag im Januar 1.414 Arbeitslose registriert (Dezember: 1.396). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1.902 Arbeitslose (Dezember: 1.579).

Anmerkung: Ab dem 01. Januar 2017 werden Personen, die gleichzeitig Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte „Aufstocker“), nicht mehr von den Jobcentern, sondern von den Arbeitsagenturen betreut. Dies trägt zu einem stärkeren Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Bereich der Arbeitslosenversicherung und einem Rückgang im Bereich der Grundsicherung bei, was auch bei einem Vergleich mit den Vorjahreswerten zu berücksichtigen ist. Deshalb wird auf den Vorjahresvergleich bei der Rechtskreisdifferenzierung in 2017 verzichtet.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: