JBO Waldbrunn in neuem Lichterglanz

Traditionelles Winterkonzert mit drei Orchestern


Bläserklasse und Kinderorchester sorgen für einen stimmungsvollen Einstieg ins Winterkonzert des JBO Waldbrunn. (Foto: E. Joksch)

Waldbrunn. Am letzten Wochenende im Januar begann das kulturelle Jahr in Waldbrunn gleich mit einem musikalischen Höhepunkt. Wieder einmal hatte das JBO Waldbrunn unter der Leitung von Dirigent Thomas Schäfer zum Winterkonzert geladen und Hunderte von Besuchern hatten trotz Eiseskälte und schneeglatten Straßen den Weg in die Winterhauch-Halle gefunden. Um dem großen Andrang gerecht zu werden, mussten kurzfristig sogar noch weitere Stuhlreihen aufgestellt werden. So war das Konzert komplett ausverkauft, was für die jungen Musiker weitere Motivation war.

Eine Neuerung durften die vielen Gäste dann auch noch bewundern, erstrahlte die Halle doch in neuem Lichterglanz, das nach einem eigens ersonnenen Konzept dafür sorgte, die Erwartungen auf einen schönen Abend noch zu verstärken. Und die Besucher wurden nicht enttäuscht.

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Mit den Stücken „Drums of Corona“ und „Jus‘ Plain Blues„ von Michael Sweeney und dem bekannten Lied „Bergvagabunden“ von Hans Kolesa in einem Arrangement von R. Seifert eröffneten die Bläserklasse der Winterhauch-Schule und das Kinderorchester, die in diesem Jahr ebenfalls von Thomas Schäfer dirigiert wurden, den Abend. Anhaltender Beifall war der Lohn für die jungen Musiker. Thomas Schäfer nutzte die Gelegenheit, um sich bei Birgit Möllmann zu bedanken, die die jüngsten Musiker wieder einmal auf den Punkt vorbereitet hatte.

Danach betraten die Musiker traditionell zu den Klängen von „Ecstasy of Gold“ von Metallica mit künstlichem Nebel, in geheimnisvoller Atmosphäre und mit viel Beifall die abgedunkelte Halle.

Mit „Fantasy Dynamica“ eröffnete das JBO Waldbrunn wie auch im letzten Jahr mit einem Stück von Josef Bönisch, den musikalischen Reigen. Anschließend begrüßte Vorstandsmitglied Klaus Konrad die Gäste, darunter den Ehrenbürger Gerd Mosca mit Ehefrau Inge, den Präsidenten des Blasmusikverbands Odenwald-Bauland, Herbert Münkel, den Ehrenpräsidenten Gerhard Münch, sowie Bürgermeister a. D. Klaus Schölch mit Gattin Elke. Anschließend übergab Konrad an Laura Schum und Sina Konrad, die gekonnt durchs Programm führten und zu jedem Stück viel Wissenswertes zu vermitteln hatten.

„Lord Tullamore“ von Carl Wittrock, das zweite Stück des Orchesters, enthielt technisch anspruchsvolle Passagen sowie gefühlvolle und ruhige Momente, die das Publikum nach Irland versetzten. Für Begeisterung bei den Zuhörern sorgte auch das Stück „Walzerperlen“ von Walter Tuschla, einem Medley bekannter Walzerstücke, unter anderem von Walzerkönig Johann Strauß.

Anschließend wurden langjährige und erfolgreiche Musiker ausgezeichnet. Das Jungmusikerleistungsabzeichen erhielten Philipp Wäsch (Silber) sowie Romina Briganti und Malyn vom Hagen (Bronze). Für zehnjährige Vereinszugehörigkeit wurden Elena Helm, Benedikt Kappes, Johannes Krahl, Theresa Liepert und Anika Schölch ausgezeichnet. Bereits seit 25 Jahren sind Lisa-Maria Keßler, Felix Lüneberger und Nicole Stephan aktive Mitglieder. Dies würdigte auch Herbert Münkel, Präsident des Blasmusikverbands Odenwald-Bauland, in seiner Ansprache.

Dann wurde es ruhig im Saal, die angekündigte Überraschung wurde erwartet. Dirigent Thomas Schäfer, Tenorhornmusiker Lukas Bachert und Gastmusiker Günter Gräfe kamen in stilechter Tracht inklusive Lederhosen auf die Bühne. Unübersehbar waren ihre Musikinstrumente: Drei Alphörner! Diese Überraschung gelang. Wann kann man im Odenwald schon dreistimmigen Alphornklang vernehmen? Die Zuhörer waren begeistert und die Stimmung auf einem ersten Höhepunkt, die der nachfolgende „Radetzky Marsch“ von Johann Strauß (Arr. Hans Kliment) noch weiter anheizte.

Nach einer Pause ging es äußerst kurzweilig weiter. Mit dem Medley „Rock Highlights“ von Manfred Schneider wurden allseits bekannte Melodien wie „A whiter shade of pale“ oder auch „Rosanna“ gespielt. Nach Streifzügen im Sherwood Forest mit den „Highlights from Robin Hood“ von Michael Kamen (Arr. Joe Grain) wurde der musikalische Bogen zum Frauenhelden „Casanova“ von Otto M. Schwarz gespannt. Auch dieses anspruchsvolle Stück wurde von den Musikern bravourös gespielt und sorgte für begeisternden Applaus. Das Stück „The Eighties“ (Arr. John Higgins) versetzte die Zuhörer in die Zeit der kunterbunten 80-er zurück. Neben weltbekannten Hits von Madonna und Michael Jackson sowie Phantom der Oper, Flashdance und Uptown Girl wurde die Vielseitigkeit dieses Jahrzehnts widergespiegelt.

Mit der „Kleinen Ungarischen Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer wollte sich das JBO von seinen Zuhörern verabschieden. Doch die mitreißende Musik, die mit schnellen, temperamentvollen aber auch stimmungsvollen, romantischen Teilen aufwartete, zog das Publikum in seinen Bann, sodass frenetischer Beifall folgte, mit dem das Publikum Zugaben forderte.

Diese wurde traditionell mit dem Badner-Lied und dem erneuten Vortrag des Stücks „The Eighties“ gewährt. Danach legte Dirigent Schäfer die Taktstöcke zur Seite, dankte den Zuhörern, dem Vorstand, aber besonders seinen Musikern und beendete das Konzert.

Bei dem gemütlichen Beisammensein in der Aula der Winterhauch-Schule, wie immer bewirtet vom TSV Strümpfelbrunn, durften die Akteure die Glückwünsche der zahlreichen Zuhörer entgegen nehmen. Nach vielen nervenzehrenden Proben, durften sich Musiker und Dirigent dann schon etwas von den Strapazen der vergangenen Wochen und Monaten erholen.


Auch Ehrungen für langjährige Verbundenheit zum JBO und für Jungmusikerleistungsabzeichen wurden überreicht. (Foto: privat)

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