Internationaler Tag der Wälder

Forstdirektor Dietmar Hellmann: „Unser Wald tut dir gut. Waldbesuche wirken beruhigend und entspannend.“


(Foto: pm)
(lra) Bis zu zwei Millionen Menschen halten sich täglich im Wald in Baden-Württemberg auf. Der Wald ist ein bedeutender Ort für die Erholung der Menschen. Er bietet Ruhe, saubere, frische Luft und viel Raum für sportliche Betätigungen aller Art.

„Die Bedeutung des Waldes für die Gesellschaft hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Lange war das Interesse der Menschen am Wald überwiegend durch die Holznutzung und die Jagd bestimmt. Aber wir erleben, dass der Wald als Erholungsort immer wichtiger wird“ sagte der Leiter des Fachdienstes Forst, Dietmar Hellmann am Dienstag, den 21. März anlässlich des Internationalen Tag der Wälder in Schwarzach.

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Dass sich die Wälder in Baden-Würrtemberg neben der Holzernte, dem Naturschutz, der Sicherung von Luft-, Boden- und Gewässergüte auch zu einem bevorzugten Ort für zahlreiche Freizeitangebote entwickelt haben, sei auch der Verdienst von Waldbesitzern und Forstleuten. „Wir geben uns in unserem Forstamt große Mühe, dass die Wälder für die Menschen begehbar und erlebbar bleiben. Dazu gehören nicht nur der Aufbau und die Pflege artenreicher, stabiler Wälder, regelmäßige Holzernte und Pflanzung sowie die Erhaltung und Förderung besonderer Waldbiotope. Wichtiger Teil unserer Arbeit ist auch die Instandhaltung der Waldwege, die zu Erholung und Sport einladen“, so der Forstmann

Ein Aufenthalt im Wald hat positive Auswirkungen auf Körper und Geist, was durch zahlreiche Studien belegt wurde. Die Bewegung und das Atmen der frischen Luft bewirken eine Senkung von Puls und Blutdruck, Verspannungen der Muskulatur werden gelöst. Der Blick in die grüne Natur wirkt verlangsamend auf die Hirnstromschwingungen und bewirkt eine Steigerung des Stimmungshormonspiegels. „Deswegen können wir Försterinnen und Förster mit Stolz sagen: Unser Wald tut dir gut“!“, so Dietmar Hellmann.

Hintergrundinformation

Baden-Württemberg ist bundesweit eines der waldreichsten Länder. Es ist auf einer Fläche von rund 1,4 Millionen Hektar und zu 39 Prozent von Wald bedeckt. Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt das Bewaldungsprozent noch höher, nämlich bei 42. Der größte Teil der Wälder gehört den Gemeinden und privaten Waldeigentümern, dem Land gehören weniger als 10%.

Der 21. März wurde erstmals 1971 Jahren von der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) als „Tag des Waldes“ ausgerufen. Dies geschah als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Mit knapp vier Milliarden Hektar bedecken Wälder noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Während sich – ausgehend von Deutschland – seit über 300 Jahren eine nachhaltige Forstwirtschaft in vielen Teilen Europas etablierte, ist die Sorge um die Regenwälder groß, die nach wie vor durch Raubbau und Klimawandel bedroht sind.

Ende des Jahres 2012 wurde dann auf Beschluss der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung der traditionelle 21. März eines jeden Jahres zum „Tag der Wälder“ auf internationaler Ebene erklärt. Dieser Welttag der Forstwirtschaft soll die Wichtigkeit aller Arten von Wäldern und ebenso der Bäume außerhalb von Wäldern betonen und würdigen. Einer breiten Öffentlichkeit soll deutlich gemacht werden, dass es im internationalen Zusammenspiel gilt, die nachhaltige Bewirtschaftung, die Erhaltung und die Entwicklung aller Arten von Wäldern und Bäumen zugunsten heutiger und künftiger Generationen zu stärken.

Weitere Informationen zum Thema Wald finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de sowie auf den Seiten des Landesbetriebs ForstBW unter www.forstbw.de.

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