100 Radler gegen Castor-Transporte


(Foto: pm)
(pm) Mehr als 100 Radler erlebten heute nicht nur einen wunderschönen Sonntagsausflug entlang des Neckars, sondern sie nutzten diese Tour auch, um gegen die geplanten Castortransporte auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwesthein zu protestieren.
  Mit mehreren informativen Zwischenstopps führte die Tour des Bündnisses Neckar castorfrei zunächst durch den Heilbronner Hafen flussabwärts, um dann flussaufwärts am AKW in Neckarwestheim vorbei nach weiteren 30 Kilometern entspannt in Kirchheim anzukommen.

Die Teilnehmer im Alter von unter acht bis über 80 Jahren erkundeten unterwegs die Details der Castorroute, sowie drei der sechs betroffenen Schleusen, etliche Brücken, und dann vor allem die Schiffsanlegestellen am AKW in Neckarwestheim mit den dortü liegenden Schiffen.

„Nein, diese Transporte sind sinnlos, gefährlich und eine Täuschung der Öffentlichkeit. Zu einer Lösung des Atommüllproblems tragen sie gar nicht bei – im Gegenteil: sie verschlimmern es sogar noch“, so die einhellige Meinung der Fahrraddemonstranten. Stattdessen müsse sofort Neckarwestheim II abgeschaltet werden, damit der Atommüllberg nicht noch täglich größer wird!“
  

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Nun bereiten Organisatoren und Teilnehmer die nächsten Aktionen vor und freuen sich auf jeden, der noch dazu stößt: Sonntagsspaziergang am 7. Mai in Kirchheim, Atommüll-Vortrag am 12. Mai in Ludwigsburg, und noch in der zweiten Mai-Hälfte wieder ein Neckar-Aktionstag. Infos dazu finden sich auf der Webseite www.neckar-castorfrei.de inklusive Newsletter, SMS-Alarmkette und Twitter-Kanal.
 
„Wir fordern, dass die Transporte abgesagt werden“, fasst Franz Wagner von der AG AtomErbe Neckarwestheim das Anliegen zusammen, „aber wenn die Transporte doch kommen sollten, dann werden wir entlang der Strecke aktiv protestieren. Und dabei rechnen wir, ebenso wie heute, mit engagierter Teilnahme vieler Menschen aus der Neckarregion und auch überregional.“

Infos im Internet:

www.neckar-castorfrei.de

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