Erste Partie nach der Meisterschaft

SV Viktoria Wertheim – VfR Gommersdorf


Auch nach der Meisterfeier geht es für den VfR Gommersdorf um jeden Ball. (Foto: Jens Gerner)

(eb) Der VfR Gommersdorf greift nach der Spielpause letzten Sonntag wieder ins Spielgeschehen der Landesliga Odenwald ein. Es stehen noch fünf Spieltage für die Hohenloher Jagsttäler bis zum Saisonfinale Ende Mai an.

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Am Sonntag beim SV Viktoria Wertheim (15 Uhr) können die Jagsttäler befreit und ohne Druck ins Spiel gehen, doch stehen die Sterne nicht gut für sie, denn es sind doch einige Ausfälle zu beklagen.

Die Feierlichkeiten nach dem 1:0-Sieg gegen den TSV Buchen vor 14 Tagen, dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft, sind vorbei und körperlich auch gut verarbeitet. Nicht gut sieht es für einen Einsatz bei einigen Akteuren der Gommersdorfer aus.

Max Schmidt ist erkrankt und konnte nicht trainieren. Er könnte am ehesten wieder dabei sein. Von ihren Verletzungen erholten sich VfR-Spielführer
Markus Gärtner sowie der spielende Co-Trainer Tobias Scheifler zwar eine Woche länger, aber ob sie in Bestenheid wieder einsatzfähig sind, ist sehr fraglich. Sascha Silberzahn brachte nur einige Laufeinheiten nach der Schulterverletzung aus dem Spiel gegen Buchen hinter sich, aber er fehlt sowieso. Dennis Herrmann hat eine Oberschenkelverhärtung: „Ich gehe davon aus, dass ich nicht spielen kann“. Auch für Jan Conrad kommt ein Einsatz zu früh und Maurice Beier muss zwar nicht operiert werden, aber muss sich noch schonen.

VfR-Trainer Torben Köpfle: „Die Spannung ist natürlich raus. Auch im Training, deshalb haben wir schon auf zwei Einheiten reduziert. Es fehlen wegen der verletzten und erkranken einfach zu Spieler, um vernünftig zu trainieren“. Dennoch zeigt sich Köpfle seinem Naturell entsprechend kämpferisch: „Bei einigen Mannschaften geht es noch um sehr viel und da wollen wir in Wertheim die Konzentration hochhalten, um nicht das Ligatableau zu verzerren. Zudem wollen wir kein Spiel mehr verlieren“.

„Wenn ihr so gegen die Viktoria spielt, verliert ihr“, sagte ein Zuschauer nach dem 0:0 des VfR Gommersdorf Anfang April beim abgeschlagenen Letzten TSV Kreuzwertheim. Die Antwort eines Gommersdorfer Zuschauers: „Das macht nichts, weil bis dorthin sind wir eh Meister“. Und der Jagsttäler sollte Recht behalten.

Doch die Gommersdorfer hatten aus dem verkorksten Spiel ihre Lehren gezogen und gewannen anschließend die Partien gegen den SV Neunkirchen mit 6:1, gegen den FC Schloßau mit 3:1 und gegen den TSV Buchen knapp mit 1:0. Das 1:0 gegen Buchen war umkämpft, weil sich die Buchener ganz anders präsentierten als es der Tabellenplatz vermuten lässt.
Das haben am letzten Sonntag auch die Wertheimer zu spüren bekommen. Buchen gewann deutlich mit 6:1 und schoben sich Dank des besseren Torverhältnisses auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Ein enttäuschter SVV-Coach Daron Guelyan zur 1:6-Klatsche: „Eine blamable Vorstellung. Es war, als würden Altherren gegen einen Landesligisten spielen“.

Der SVV aus Wertheimer Stadtteil Bestenheid steht mit 32 Punkten auf Platz zehn in der Tabelle. Ihnen fehlt in den restlichen vier Spielen theoretisch noch ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt. Die Gommersdorfer müssen sich jetzt auf einen heißen Tanz einstellen. Die Wertheimer werden sich rehabilitieren wollen, davon kann die Köpfle-Scheifler-Truppe ausgehen.

„Jetzt bekommen die Spieler ihre Möglichkeit zu einem Einsatz, die bisher weniger Spielzeiten hatten“, sagt Köpfle und fügt noch schmunzelnd hinzu: „Wenn es so weitergeht, komme ich wohl um einen Einsatz nicht mehr herum“.

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