„Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“

Evangelische Kirchenbezirke Mosbach und Adelsheim-Boxberg sowie das Diakonische Werk im Neckar-Odenwald-Kreis verabschieden „Mosbacher Erklärung“

Mosbach. (pm) Im Rahmen eines Informationsabends zu Afghanistan, an dem aus wissenschaftlicher, juristischer, politischer und Betroffenen Sicht der Frage nachgegangen wurde, ob Afghanistan noch sicher ist, wurde die „Mosbacher Erklärung“ der Evangelischen Kirchenbezirke Adelsheim-Boxberg und Mosbach sowie des Diakonischen Werkes im Neckar-Odenwald-Kreis vorgestellt.

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Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration der beiden Bezirke und Organisatorin des Abends, verlas die zentralen Forderungen. Die eingehende Einzelfallprüfung der Asylanträge, die Aufstockung qualifizierten Personals beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie der sofortige vorübergehende Stopp aller Abschiebungen nach Afghanistan. Zentral ist auch die Forderung nach einer humanitären Bleiberechtsregelung für afghanische Flüchtlinge, welche die aktuelle individuelle Gefahr im Falle der Rückkehr sowie Integrationserfolge, wie Arbeit oder Ausbildung, in den Blick nimmt.

Darüber hinaus wird die Aussetzung aller Widerrufsverfahren, die mit einer internen Fluchtalternative oder sicheren Gebieten begründet werden, gefordert. Integrationsangebote, wie BAMF-Sprachkurse, und besonders die Förderung unbegleiteter Minderjähriger sollen vom Gesetzgeber forciert werden, heißt es weiter in der Mosbacher Erklärung.

Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung konnten sich noch an diesem Abend in eine Unterschriftenliste eintragen. Die Erklärung sowie die Unterschriftenliste liegen unter anderem in den beiden Geschäftsstellen des Diakonischen Werkes in Mosbach und Buchen aus.

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1 Kommentar

  1. Ein Afghane in Deutschland darf nicht zurück müssen, aber die Millionen Afghanen in Afghanistan sollen selbstverständlich und um Gottes Willen dort bleiben. Wo sollen sie auch hin?

    So ganz grundsätzlich verstehe ich das leider nicht.

Kommentare sind deaktiviert.