Antisemitismus im Rechtsrock

Vortrag von Timo Büchner

(pm) Am Montag, den 17. Juli hält Timo Büchner, Kenner der rechtsextremen Szene der Region und Verfasser einer viel beachteten Broschüre zu dieser Thematik, einen Vortrag in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz. In diesem Fall geht es dabei um Musik, genauer gesagt um Rechtsrock.

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Rechtsrock spielt für die Neonazi-Szene eine sehr wichtige Rolle: Extrem rechte Musik gewinnt und mobilisiert vorrangig junge Menschen, indem sie Identität stiftet, das heißt, Angebote macht, die gemeinsames Erleben und ein Wir-Gefühl ermöglichen. Allerdings ist dieses Gefühl auf der Ausgrenzung anderer aufgebaut.

Die Verbindung aus extrem rechten Inhalten und europaweit stattfindenden Konzerten macht Rechtsrock zur viel zitierten „Einstiegsdroge Nr. 1“ in die Neonazi-Szene. Die Herleitung von Feindbildern ist facettenreich und wird in den Liedtexten auf verschiedene Weise angesprochen. Antisemitismus ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen drei Fragen, die ausführlich beantwortet und mittels ausgewählter Liedtexte überregional bekannter Rechtsrock-Bands erläutert werden:
1. Welche Feindvermitteltbilder werden im Rechtsrock vermittelt?
2. Welche Bedeutung nehmen die vier Phänomene des Antisemitismus (christlicher Antijudaismus, Rassenantisemitismus, sekundärer Antisemitismus und israelbezogener Antisemitismus) und die sogenannte „jüdische Weltverschwörung“ in der Feindbildkonstruktion des Rechtsrock ein?
3. Inwiefern werden antisemitische Inhalte und die „Weltverschwörung“ in den Liedtexten des Rechtsrock in verschlüsselter Form dargeboten und welche sprachlichen Codes werden dafür verwendet?

Der Vortrag beginnt um 19.30 und findet im Seminarraum der KZ-Gedenkstätte, Mosbacher Straße 39, Untergeschoss statt.

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