Hantavirus im Neckar-Odenwald-Kreis

Symbolbild - Sonstiges

Gesundheitsamt informiert – Auch Mitarbeiter schützen sich

(pm) Der durch Nager wie die Spitz- oder Rötelmaus übertragene Hantavirus ist im Südwesten aktuell sehr aktiv. Auch das Gesundheitsamt des Neckar-Odenwald-Kreises registriert eine deutliche Zunahme der Erkrankungsfälle. So wurden im laufenden Jahr bereits 28 Fälle gemeldet, während es in den vergangenen Jahren im Durchschnitt nur zwölf Fälle waren. Für Baden-Württemberg rechnen Experten mit 2.000 Erkrankungen mehr als im Vorjahr.

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Der Hantavirus verursacht beim Menschen grippeähnliche Symptome wie Fieber- Kopf,- Bauch-, Glieder und Rückenschmerzen. Auch Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen können auftreten. „Wer oben genannte Symptome verspürt, insbesondere wenn man zuvor mit Staub in Kontakt gekommen ist, sollte besser zum Arzt gehen“, rät daher auch Dr. Martina Teinert vom Gesundheitsamt des Kreises.

„Denn selbst wenn man nicht mit Nager direkt in Berührung kommt, kann man sich durch deren Ausscheidungen anstecken.“ Ein Problem sei die Inkubationszeit. Erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung zeigten sich die ersten Symptome. Nach dieser Zeitspanne sind Aktivitäten im Wald oder die Reinigung der Hütte meist schon in Vergessenheit geraten.

Um sich zu schützen, sollten Menschen vor allem in Gebieten mit viel Buchenwald den Kontakt mit Nagerausscheidungen vermeiden. Die Ansteckungsgefahr bei der Aufwirbelung von Staub ist besonders hoch. Bei Holzarbeiten in Wald und im Garten und bei der Reinigung von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen wird das Tragen von Mundschutz und Handschuhen empfohlen. Auch das Anfeuchten des Staubs kann helfen. Diese Vorsichtmaßnahmen wenden nun auch Mitarbeiter des Landkreises bei bestimmten Arbeiten, beispielsweise im Forst, an. Der Besuch des Waldes und auch der Waldspaziergang sind unbedenklich, auch wenn Waldarbeiten unter Schutz beobachtet werden.

Eine spezielle Behandlung der Viruserkrankung gibt es nicht. Eine Impfung gegen die Erkrankung steht derzeit ebenso nicht zur Verfügung. Fragen zum Hantavirus beantworten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter 06261/84 2446 montags bis donnerstags in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr.

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