Viele Deutsche kaufen im Netz ein

Onlineshopping ist aus dem Alltag vieler, insbesondere junger Menschen nicht mehr wegzudenken: egal, ob man sich eine neue Jeans bestellen oder den nächsten Urlaub buchen möchte. Zwei Studien haben sich jetzt dem Phänomen Onlineshopping gewidmet.

Zum einen hat das Unternehmen Mastercard eine Erhebung veröffentlicht, die Aufschluss über die liebsten Onlineshopping-Gewohnheiten der Europäer gibt. Eine zweite Studie kommt in Form einer Verbraucherbefragung vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh). Sie hat unter anderem ermittelt, wann die Deutschen am liebsten im Netz einkaufen.

Im vergangenen Jahr hat jeder vierte Europäer mit Internetzugang mindestens einmal pro Woche etwas aus dem Internet bestellt. Monatlich online kaufen drei von fünf Personen, mindestens einmal im Jahr sogar neun von zehn. Wöchentlich kaufen vor allem die Briten, die Iren und die Deutschen online ein. Diejenigen, die sich nur zögerlich für den Kauf im Netz entscheiden, haben vor allem Angst vor Betrug. In Deutschland machen sich 63 Prozent der Käufer Sorgen um das Thema Sicherheit. Zu diesem Zweck existieren diverse Siegel, die Vertrauenswürdigkeit signalisieren und helfen, Sicherheitsbedenken zu zerstreuen. Seriöse Kleidungsshops wie Peter Hahn sind beispielsweise mit dem „Trusted Shops“-Zertifikat ausgestattet.

Nur selten kaufen die Onlineshopper Dinge für den täglichen Konsum, wie zum Beispiel Essen, im Netz ein. Stattdessen bestellen sie überwiegend Kleider und Schuhe, Tickets, elektronische Geräte und Bücher. So kauft die Hälfte der europäischen  Onlineshopper im Netz Schuhe und Kleidung ein. Am meisten Kleidung wird in Griechenland bestellt. In Deutschland, Tschechien, den Niederlanden und Polen kaufen die Kunden am liebsten auf Rechnung ein. Die Kartenzahlung ist unter anderem in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Irland und Italien am beliebtesten. Wenn es um die Herkunft der bevorzugten Shops geht, so nutzen die meisten Onlineshopper primär Angebote aus dem Inland, wenn diese ihren Bedarf abdecken.

Über die Deutschen weiß man inzwischen auch, wann ihre bevorzugten Zeiten für das Onlineshopping sind. Dabei zeigte die Befragung vom bevh, dass die meisten ihre Einkäufe unabhängig  vom Wochentag tätigen. „Der Anteil derjenigen Verbraucher, die zu völlig unterschiedlichen Tageszeiten (56 Prozent) und Wochentagen (80 Prozent) einkaufen, zeigt, dass sich der  digitale Einkauf‘ entritualisiert‘ hat. Individuell vorhandene Zeitfenster und Notwendigkeiten bestimmen den Online-Einkauf und nicht die Öffnungszeiten der analogen Einkaufsangebote“, so das Fazit der Studie. Bei denjenigen, die einen Wochentag bevorzugen, liegt mit 30 Prozent der Samstag ganz vorne. Erst mit einigem Abstand folgen die anderen Wochentage, angeführt vom Freitag mit 16 Prozent. Der Dienstag hingegen ist mit sieben Prozent Schlusslicht der Lieblingstage für den Online-Einkauf.


Bildrechte: Flickr shopping Hamza Butt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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