„Ruhig Blut“ am GTO

Ü## Sommertheater mit „Biss“


(Foto: pm)

Osterburken.  (pm) Der Theater-AG des GTO unter der Leitung von Florian Pechbrenner ist zum Schuljahresende mit den gut besuchten Aufführungen des Stückes „Ruhig Blut“ ein Theaterstück mit „Biss“ gelungen.

Verence II., der unterbelichtete König von Lancre (Benjamin Laier, JG 1) möchte, um am Ende des Jahrhunderts des Flughundes als moderner Monarch zu gelten, internationale Beziehungen pflegen. Dazu lädt er alle möglichen Nachbarn zur Taufe seiner Tochter ein, darunter auch die Familie Elstyr aus Überwald. Es reisen an: der „kulturell konditionierte“ Graf de Magpyre (Tim Winkelhöfer, JG 1), die diabolische Gräfin de Magpyre (Lisa Schmierer, JG2), der „fürsorgliche“ Vlad de Magpyre (Dolph Löser, JG1) und die mit einer Identitätskrise behaftete Lacrimosa de Magpyre (Marlene Egner, 9d). Im Gepäck haben sie zudem den selbstmitleidigen und absolut (il)loyalen Diener Igor (Malte Blaha, JG 1).

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Diese Familie aber hat ein Geheimnis der besonderen Art: es sind Vampyre, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen und dabei einen guten Tropfen „gerne“ verschmähen. Überwald haben sie bereits in ihrem Sinne umgestaltet – die Einladung sehen sie nun als die Gelegenheit an, auch Lancre mit ihren Vorstellungen zu beglücken. Vielleicht wussten Verence und seine baby- und herrschaftsfixierte Frau Magrat Garlick (Melanie Bittner, JG1) einfach nicht, dass Vampire nur dann einen anderen Ort aufsuchen, wenn man sie dazu einlädt. Der König ist dann auch schnell besonders „kooperativ“.

Es gibt ein kleines Problem: Lancre verfügt über einen Schutz, den Hexenzirkel. Für diese spezielle Sorte Vampire, die auf beständig, grausames Betreiben ihres Anführers ihre Schwachstellen gegenüber Knoblauch und heiligen Symbolen abgelegt haben, sollte dies aber kein unüberwindliches Problem sein.

Darüber hinaus liegt bei den drei Hexen des Zirkels einiges im Argen.
Elstyr ließ die Einladung an die mächtige, aber wehleidige Hexe Granny Weatherwax (Franka Scheffel, JG 2) wohlweislich von einer Elster stehlen, so dass diese sich – im Glauben, nicht eingeladen worden zu sein –depressiv in eine Höhle zurückzieht. Ihre „unerklärliche“ Abwesenheit führt zur Rekrutierung des unfähigen und lüsternen omnianischen Priesters Hilbert Himmelwärts (Burkhardt Kohler, RSO), der die Taufe „kompetent“ durchführt und das arme Kind für alle Zeiten zeichnet.

Die im Schloss erschienene nervtötend, herablassend-aufbrausende, aber dennoch „leicht zu überzeugende“ Nanny „Gytha“ Ogg (Jaqueline Kiesel, JG1) ist zwar resolut, aber insgesamt zu dusselig, um mit den Blutsaugern fertig zu werden. Magrat hingegen hat als Königin ihren alten Job als Hexe an den Nagel gehängt und findet ihr Baby einfach zum Anbeißen.

So liegt es an der wirklich nicht zu beneidenden Agnes Nitt (Madlin Berg, JG1) als Nachfolgerin Magrats den Widerstand zu organisieren. Leichter gesagt als getan: Die füllige Agnes hat nämlich in Gestalt ihres schlanken und ranken Alter-Egos Perdita (alias Claire Winkelhöfer, 8d) eine weitere Persönlichkeit, die Agnes gnadenlos drangsaliert und auf das übelste mobbt. Perdita selbst ist in sich gespalten. Sie verachtet zwar Vampire, findet aber den Grafen de Magpyre wirklich zum Anbeißen.


Zudem setzt Agnes der „schwer“ verliebte Vlad de Magpyre besonders zu. Bei ihren Manipulationsversuchen beißen die Blutsauger aber auf Granit. Sobald eine Persönlichkeit hypnotisiert wird, treibt die andere an die Oberfläche. Unerwartet erweist sich auch Hilbert Himmelwärts als hilfreich.
Granny Weatherwax, die unterdessen wieder hervor gekrochen ist, wird von den Elstyrs zum „Abendessen“ eingeladen. Die Blutsauger glauben nach dem „Imbiss“ nunmehr, dass die blutleere Oma selbst ein Vampir und somit eine getreue Vasallin sein wird. Stattdessen entgleitet ihnen nun völlig die Situation.

Erstens nutzen Nanny, Magrat und das Baby das entstandene Durcheinander, um mit Hilfe des treulosen Igors zu fliehen. Wegen eines Unwetters müssen sie allerdings Zuflucht ausgerechnet im Heimatschloss der Vampire suchen. Mit Hilfe von Hilbert Himmelwärts wird die stark geschwächte Granny dorthin geschleppt.

Die Vampire müssen zweitens feststellen, dass nicht etwa Granny mit Vampirismus infiziert wurde, sondern sie von ihr befallen sind. Und das hat Folgen: Sie verlieren die Fähigkeit zu fliegen, können kleinen Kindern nichts antun und sie haben nun einen unbändigen Durst …auf Tee.

Das Chaos ist mithin perfekt….
Neben dem starken Ensemble spielten Susanna Werner (9d) als Expertin, Michael Haas (10d) als Big Jim Beef, der Brückentroll, als Shawn Ogg und als Bürgermeister und Alexander Karsten (8c) als Sohn Gythas, Jason Ogg. Ferner waren beteiligt Lilly Jost als Cryptopher und Jungvampir, Sarah Mall (8c) als Demone, Tessa Herold (10c) als Krimson und Celina Frank (JG1) als Morbida, als Mille und als Stimme von oben. Ergänzend spielten Michele Palesch (9a) als Frau Scorbic und Jungvampir, Franziska Keilbach (JG1) als der Tod und als Sergant Kraput, Philipp Barginde (Abitur 2016) als Scraps, Silas Hirning (10c) als der alte Graf und Indra als Corporal Svitz. Nina Stöffel (9b) und Maria Horch (7d) waren weitere Vampire und Dorfbewohner. Anna-Lena Bittner und Maren Schmidt (9a) unterstützten das Team als Souffleusen. In der Maske waren Franka Scheffel, Tom Schmid und Vanessa Zschiesche. Bühnenbild und Ensemble standen unter Verantwortung von Franziska Keilbach und ihrem Team.

Auf das nächste Stück der Theater-AG darf man sich schon heute freuen.

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