AtomErbe fordert Atom-Müll-Moratorium

Freigabe von radioaktiv belastetem Müll muss neu verhandelt werden

(pm) Die Initiative AtomErbe Obrigheim begrüßt die aktuelle Diskussion um den radioaktiv belasteten Abfall aus Atomanlagen als einen Prozess der politischen Willensbildung. Anstoß war der Protest der betroffenen Bevölkerung in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) und Schwieberdingen (Landkreis Ludwigsburg) gegen die Lagerung dieses Abfalls auf den benachbarten Deponien.

Unterstützung gab es dafür von der baden-württembergischen Landesärztekamer und dem Deutschen Ärztetag, die auf mögliche Gesundheitsgefahren hinwiesen. Inzwischen haben sich auch offizielle Stellen, d. h. der Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises und der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg gegen die Annahme des sog. freigemessenen Mülls ausgesprochen.

Werbung

In fast allen Bundesländern gibt es Deponien und Müllverbrennungsanlagen, die betroffen sind. Allein in Baden-Württemberg sind es neben Buchen und Schwieberdingen die Orte Vaihingen/Enz, Heilbronn, Wiesloch, Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis, Sinsheim und Mannheim.

Aus Sicht der Initiative ist ein neues Konzept für diesen Abfall notwendig, bei dem weitere Fakten berücksichtigt werden müssen:
1. Bundesweit geht es um mehrere Millionen Tonnen von radioaktiv belasteten Materialien aus den abzubauenden Atomanlagen, die zur freien Verwertung in den Wirtschaftskreislauf entlassen werden sollen. Aus den Atomkraftwerken Obrigheim und Neckarwestheim/Block 1 sind jeweils etwa 120.000 Tonnen „freigemessener“ Bauschutt zu erwarten.
2. Es gibt radioaktiven Abfall aus anderen Quellen, z. B. aus Industrie und Medizin, der z. T. noch stärker strahlt als der aus Atomanlagen.
3. Bereits seit Jahrzehnten landet strahlender Müll auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen, ohne dass dies dokumentiert wird.

Eine weitere Anreicherung von radioaktiven Stoffen in der Umwelt muss vermieden werden, zumal seit Jahrzehnten eine Berieselung aus den Schornsteinen und Abwasserrohren der Atomkraftwerke stattfindet.

Die Initiative AtomErbe Obrigheim fordert deshalb ein Moratorium bei der Freigabe von radioaktiv belasteten Materialien, um eine Klärung der damit verbundenen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung herbeizuführen und ein Konzept für den längerfristigen Verbleib dieses Mülls – unter Berücksichtigung aller Quellen sowie der bereits vorhandenen Mengen – zu erarbeiten.

Quecksilber-Alarm auf Sondermülldeponie » NOKZEIT
Umwelt

Quecksilber-Alarm auf Sondermülldeponie

Auf dem Werksgelände der HIM GmbH am Standort der Sonderabfalldeponie Billigheim wurde im Zuge der Umgebungsüberwachung per Biomonitoring ein erhöhter Quecksilbergehalt festgestellt. Betroffen sind hauptsächlich Messpunkte auf dem Gelände der Deponie, aber auch zwei Messpunkte im nahen Umfeld. […]

Naturschutzfonds finanziert Feuchtbiotop » NOKZEIT
Top

Naturschutzfonds finanziert Feuchtbiotop

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurde in Rosenberg-Hirschlanden seit Mitte Oktober 2022 auf neu erworbenen landeseigenen Flächen ein Quellzufluss der Rinna aus seiner naturfernen Verbauung befreit.

In der neu gestalteten flachen Rinne kann sich nun wieder ein kleiner naturnaher Bachlauf mit seinen typischen Pflanzen und Tieren entwickeln. Gleichzeitig wurde eine neue Struktur in der Landschaft geschaffen, die einem vielfältigen Landschaftsbild zu Gute kommt. […]

Von Interesse

FFW-Limbach-Lehrgang Gruppenführer.
Gesellschaft

Grundlagen für Feuerwehr-Karriere

Vielfältige Aus- und Fortbildungen wurden auch in diesem Jahr von Kameraden aus den sieben Abteilungen der FFW Limbach absolviert.

Bürgermeister Thorsten Weber und Kommandant Karl Wendel ließen es sich nicht nehmen, allen Feuerwehrkameraden im Limbacher Feuerwehrhaus persönlich für ihre Bereitschaft herzlich zu danken und für zum jeweiligen Bestehen herzlich zu gratulieren. […]