Verantwortung übernehmen kann so einfach sein

Johannesberg Schule: Auszubildende der Mosca GmbH richteten „Kreativ-Werkstatt“ ein


(Foto: pm)
Mosbach.(pm) Ein Jahr lang haben Schüler der Johannesberg Schule mit der Lehrerin Christina Pfeiffer und der Ehrenamtskoordinatorin Tanja Bauer an der Verwirklichung ihrer „Kreativ-Werkstatt“ gearbeitet. Viele Wochenenden und Stunden wurde ein ehemaliger Werkraum ausgeräumt, wurden Container gefüllt, gewischt, sortiert und unermüdlich gearbeitet. Dann kam zusätzliche Hilfe. Zwei Tage waren Auszubildende und Mitarbeiter der Mosca GmbH im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum der Johannes-Diakonie zu Gast. Das Mosca-Team richtete gemeinsam mit Schülern der Hauptstufe Werkbänke her und baute einen rollstuhlgerechten, fahrbaren Arbeitsplatz. Ein Regal wurde errichtet, ein Arbeitsbereich für Maschinen abgeteilt und ein Werktisch mit Magnethalterungen für Werkzeuge versehen. Finanzielle Unterstützung bekam die Freiwilligenaktion vom „Ladies Circle 1 Mosbach“ mit einer Spende von 500 Euro. Danach war die „Kreativ-Werkstatt“ perfekt.

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Der Leiter des Geschäftsbereichs Schulen in der Johannes-Diakonie, Mario Kiefer, und Ehrenamtskoordinatorin Tanja Bauer hatten bei der offiziellen Übergabe der „Kreativ-Werkstatt“ für die Mosca-Helfer, die Verantwortlichen des Ladies Circle, aber auch für die Schüler und ihre Lehrerin Christina Pfeiffer viele lobende und dankende Worte. In der „Kreativ-Werkstatt“ werde künftig praktisches Lernen möglich, erklärte Kiefer: „Dazu haben Sie alle beigetragen.“ Pfeiffer betonte den praktischen Nutzen des neuen Unterrichtsraumes.

„Hier können unsere Schüler schon früh die motorischen Fertigkeiten für die Berufsschulstufe trainieren“, sagte sie und dankte der Firma Mosca „für die fantastische Zusammenarbeit“, die so bald wie möglich fortgesetzt werden soll. Vom Ergebnis des Freiwilligeneinsatzes zeigte sich auch die Präsidentin des Ladies Circle, Claudia Wenninger, beeindruckt: „Wir sehen unsere Spende hier bestens angelegt.“

Dass sich Auszubildende und Schüler in den zwei Tagen gut kennen gelernt haben, war bei der Feierstunde regelrecht zu spüren. „Wir freuen uns sehr, dass ihr den Werkraum in eine Kreativ-Werkstatt verwandelt habt“, sagte Bastian Behrend auch im Namen seiner vier Mitschüler. Dazu gab es Umarmungen für die beiden Auszubildenden. Für Geschäftsführerin Simone Mosca zeigt auch dieses Projekt: „Es ist für alle eine Bereicherung, aus dem Alltag herauszukommen und etwas für andere Menschen zu tun.“


Auch Oliver Krieger, bereichsübergreifender Leiter Ausbildung von Mosca, regte eine Fortführung der für beide Seiten wertvollen Zusammenarbeit an. Für seinen Kollegen und Leiter der Ausbildung mechanisch, Franz Hamm, war es bereits der zweite Einsatz in der Johannesberg Schule. Mit seinen beiden Auszubildenden Steven Eberle und Julian Schork setzte er nicht nur die notwendigen Arbeiten fachmännisch um.

„Mir war auch wichtig, dass die Jugendlichen gemeinsam anpacken und so in Kontakt kommen“, erklärte Hamm. Der Auszubildende Steven Eberle nimmt dank dieses Ansatzes eine wichtige Erfahrung mit: „Es ist eigentlich einfach, auch mit Schwächeren im Team zu arbeiten und so Verantwortung zu übernehmen“, berichtet er. Dass die Mosca-Mitarbeiter und die Schüler beim gemeinsamen Werkeln auch viel Spaß hatten, beweisen viele Bilder vom Freiwilligeneinsatz, mit denen die „Kreativ-Werkstatt“ für die Feier dekoriert wurde.

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