Zugunglück in Rosenberg

(Symbolbild)

Zwei Verletzte – Feuerwehr evakuiert Passagiere

(ots) Am Sonntag, gegen 22.35 Uhr, befuhr ein 72-Jähriger mit seinem landwirtschaftlichen Gespann, bestehend aus einer landwirtschaftlichen Zugmaschine und zwei unbeladenen Anhängern die Hauptstraße (L518) in südlicher Richtung (Einmündung L1095/L518). Beim Überqueren des Bahnüberganges blieb das Gespann aus bislang unbekannten Gründen auf dem Gleisen stehen und die Schranken schlossen sich, da sich der Regionalexpress 4956, von Osterburken nach Lauda, näherte.
[wp_bannerize group=“336″] Der Fahrer stieg von seinem Fahrzeug ab, als unmittelbar darauf der mit etwa 100 km/h herannahende Zug, trotz Notbremsung, den ersten Anhänger voll erfasste und das Gespann in zwei Teile trennte. Während der Traktor und der zweite Anhänger weitestgehend stehen blieben, wurde der abgetrennte Anhänger in die Bahnböschung geschleudert und blieb total beschädigt auf der Seite liegen. Der Zug kam rund 330 Meter nach der Kollision zum Stehen. Der Fahrer des Traktors wurde bei der Kollision mittelschwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Lokführer wurde leicht verletzt und konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Die 30 Passagiere des Zuges, alle unverletzt, wurden von den Feuerwehrkräften ins Rathaus Rosenberg verbracht und von dort mit
Taxis weiterbefördert. Der Zug konnte aus eigener Kraft nach Osterburken zurückfahren. Der Schaden am ersten, komplett zerstörten Anhänger, beläuft sich auf rund 25.000 Euro, der Schaden am zweiten
Anhänger auf rund 3.000 Euro, der Schaden am Bahnübergang auf rund
10.000 Euro. Die Höhe des Sachschadens an der Lok kann derzeit noch nicht beziffert werden. Der Bahnübergang und die Bahnlinie waren bis 03.40 Uhr gesperrt. Neben Einsatzkräften der Bundes- und Landespolizei waren der Bürgermeister von Rosenberg, der Katastrophenschutzbeauftragte der Stadt Buchen, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes Mosbach, Mitarbeiter des Psychosozialen
Nachsorgedienstes des Neckar-Odenwald-Kreises auch 19 Kräfte des
Rettungsdienstes mit zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an der Unglücksstelle. Die Feuerwehren Rosenberg, Hirschlanden, Osterburken und Sindolzheim waren mit 70 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen vor Ort.

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