Mudau: 25 Jahre JM-Atelier

Mudau. (lm) Ihr Mudauer Silberjubiläum feiert die bekannte Glaskünstlerin Jarmila Manko ausgiebig mit einer 25-tägigen Ausstellung in ihrem Atelier in der Industriestraße 9. Die ungewöhnliche Jubiläumsausstellung wird in der Zeit vom 27. September bis 21. Oktober täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein und mit ihren Exponaten auch die Entwicklung der vielseitigen Künstlerin präsentieren, deren JM bereits zu einem Markenzeichen geworden ist. „Lassen Sie sich verzaubern durch Farbe, Form und Licht“, aber auch durch ein abwechslungsreiches Beiprogramm und interessante „Art Gespräche“, u.a. auch über 25 Jahre Glasdesign & Malerei in der Mudauer Industriestraße 9.

Wie Jarmila Manko erzählte, konnten sie und ihr erster Ehemann Paul Bergmann das Grundstück 1992 von der Gemeinde erwerben und bereits ein Jahr später mit dem Bau beginnen. 1994 realisierten die beiden bereits die ersten Projekte in dem neuen Atelier. Ihr eigener erster Großauftrag benötigte die darauffolgenden eineinhalb Jahre intensiver Arbeit und bestand aus der Kreation, Fertigung, Montage und Übergabe eines zentralen Kronleuchters mit acht Säulen für ein Landhaus bei Nürnberg. 1997 war der Gestaltung eines Wintergartens im Taunus gewidmet und das Jahr danach dem eigenen Außengelände zu einer Parkanlage, die sich auch hervorragend als Galerie für ihre Outdoor-Exponate eignet. 1999 begann Jarmila mit ihrer Serie für Wohnkunst. Als pragmatischer Mensch ist es ihr wichtig, dass ihre Kunstobjekte auch ihren „Einsatz“ im Alltag finden.

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So galt der erste Schwerpunkt der Gestaltung von Glastischen, die dann mit der Einführung der sogenannten und gut frequentierten „Wohngalerietage“ am jeweils ersten Sonntag eines Monats ab dem Jahr 2000 im Wohn-Atelier zum gesteigerten Einsatz kamen. Ein Jahr später kam dann die OVAG Energie AG aus Friedberg in Hessen auf sie zu mit der Bitte, eine Glasgestaltung für ihr Verwaltungsgebäude zu kreieren. Und diese Firma sollte sich zu einem ihrer treuesten Kunden und Werbeträger entwickeln. Das Jahr 2002 war gekrönt von einem Privatauftrag von Irmgard Schmid-Maybach, der Tochter des Automobilherstellers Wilhelm Maybach.

Mit der Gestaltung von Tischlampen-Unikaten setzte sie danach die „Wohnkunst“ fort, bevor sie 2005 mit der Glasgestaltung des Haupteingangs zum Friedberger Dienstleistungszentrum einen kompletten künstlerischen Neubeginn wagte. Der Schritt lohnte sich und die Mund-zu-Mund-Propaganda vermittelte ihr ein Jahr später die Fenster- und Trennwandgestaltung für die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ im gleichen Ort. Danach war ihr für die eigene künstlerische Weiterbildung die Entwicklung von neuen Gestaltungstechniken wichtig.

Zur Glasgestaltung kamen Exponate in Spachtel- und Holzrelief. Weitere große Auftragsarbeiten folgten 2008 mit der Glasgestaltung eines zentralen Chorfensters in der Evangelischen Kirche Nidda/Hessen und 2009 mit der künstlerischen Ausgestaltung des Foyers der Kulturhalle Bad Rodach. Die Teilnahme an COME 2010, einer kreativen Messe in Coburg kann als „Wiege“ ihrer Mankonellis gesehen werden. Diese 30 mal 30 Zentimeter großen Glasbilder strahlen nur so und verwandeln nicht nur die Fenster, an denen sie hängen oder vor denen sie stehen, sie verzaubern auch die Atmosphäre in den jeweiligen Räumen.

2011 oblag ihr die Fenstergestaltung für die Dorfkapelle Gmünda und ein Leuchtobjekt für „Kronach leuchtet“. Das Jahr darauf war gut gefüllt mit der Kreation eines Lichtobjekts für den OVAG Hof Graß, einer privaten Auftragsmalerei in Mudau sowie Arbeiten für die Ausstellung BBK BA. 2013 war Jarmila Manko mit einer Glaswandgestaltung wieder beim OVAG Verwaltungsgebäude in Hof Graß beschäftigt und 2014 war von Ausstellungen geprägt. Zum einen im Landratsamt Mosbach und dann bei der Jahresausstellung des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart bevor die BBK-Ausstellung in Bamberg und die Geburt des 1. Mankonelli-Kalenders (für 2016) folgte.

Die Teilnahme an der internationalen Glasausstellung in Chartres Frankreich zeigte im letzten Jahr die Künstlerische Entwicklung der Mudauer Künstlerin, die in diesem Jahr durch die gelungene Glasskulptur „Inspiration“ als Preisauszeichnungen für den Markenverband Berlin gekrönt wurde.

25 Jahre JM-Atelier zeigen den Eingang in der Industriestraße 9 im neuen Erscheinungsbild. Neben der Organisation ihrer Jubiläumsausstellung – unter anderem mit der Vorstellung der ersten 3D-Exponate aus ihrem neuen Fusingofen – beteiligt sich Jarmila Manko im August an der Jahresausstellung „Präsenz, Kritik, Utopie“ des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart.


Jarmila Manko bei ihrem neu gestalteten Atelier-Eingang. (Foto: Liane Merkle)

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