Bei Unwetter schwer verletzt

(Symbolbild)

250 Notrufe bei der Polizei

(ots) Bislang noch nicht zu beziffern ist die Höhe der Schäden, die bei einem Unwetter, das am Freitagnachmittag über Teile des Landkreises Heilbronn sowie des Hohenlohekreises zog, entstanden sind. Zwischen 16 und 19 Uhr waren sechs Einsatzsachbearbeiter des Führungs- und Lagezentrums damit beschäftigt rund 250 Notrufe entgegenzunehmen.

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Dabei wurden von den Anrufern hauptsächlich durch umgestürzte Bäume blockierte Fahrbahnen, herabgestürzte Dachziegel und vollgelaufene Keller gemeldet. Im Bereich des Hardthäuser Walds zog das Unwetter eine regelrechte Schneise. Es knickten zahlreiche Bäume um, Baumkronen wurden abgerissen und stürzten auf angrenzende Bäume. Die
Äste drohen nun abzubrechen und herabzustürzen. Es wird daher dringend davon abgeraten, sich derzeit in den Wäldern um Neuenstadt aufzuhalten. Auch in angrenzenden Waldgebieten kann eine Gefahr durch
abbrechende Äste nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Weiterhin wurden ganze Apfelplantagen zerstört. In Kochersteinsfeld lösten sich Drahtseile eines Lastenkrans und beschädigten Dächer von angrenzenden Häusern. Bei zwei Logistikfirmen in Neuenstadt wurden an einem Gebäude Teile der Aussenverkleidung abgerissen, an einer Lagerhalle wurde eine ganze Fensterfront eingedrückt, sodass Regenwasser ungehindert in die Räumlichkeiten eindringen und enormen Sachschaden, mindestens im sechsstelligen Bereich, anrichten konnte. Durch mehrere umgeknickte Stromleitungsmasten gab es in Neuenstadt für rund zweieinhalb Stunden keinen Strom mehr.

Auch im hohenloheschen Friedrichruhe sowie in Unterohrn mussten die Anwohner bis gegen 21 Uhr ohne Strom auskommen. In einer Baustelle auf der A6 zwischen Bad Rappenau und Sinsheim stürzte gegen 17 Uhr ein Hochspannungsmast auf die Fahrbahn. Deshalb mussten beide Richtungsfahrbahnen bis gegen 20.30 Uhr gesperrt bleiben. Darüber hinaus erlitt ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der Kreisstraße 2054 bei Gemmingen schwere Verletzungen. Gegen 17.30 Uhr war der 61-jährige Biker mit seiner Yamaha zwischen Richen und Stebbach unterwegs, als er in einer Senke auf der mit Schlamm überfluteten Fahrbahn stürzte und in den Gegenverkehr schlitterte. Ein entgegenkommender Autofahrer versuchte vergeblich auszuweichen und überrollte das Krad mit seinem Fahrzeug.

Bei dem Unfall zog sich der 61-Jährige schwere Verletzungen zu und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die beiden Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Die Höhe des Sachschadens wird auf rund 3.500 Euro geschätzt. Neben der Polizei befanden sich bis spät in die Nacht unzählige Feuerwehren, das THW, die Straßenmeisterien sowie weitere Helfer pausenlos im Einsatz. Auch am Samstagmorgen sind die Aufräumarbeiten noch voll im Gange.

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